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Zuletzt aktualisiert: 16.10.2008 um 11:22 UhrKommentare

Einheizen, aber richtig

Die Heizsaison ist angelaufen. Wer richtig heizt, kann es auch an kalten Tagen angenehm warm haben und dennoch Energie sparen.

Ein Grad weniger spart sechs Prozent der Energiekosten.

Foto © APEin Grad weniger spart sechs Prozent der Energiekosten.

Die Heiz-Saison hat gerade erst begonnen, da wird bereits der zusätzliche Energieverbrauch beklagt. Doch das muss nicht sein. Einige Tipps, wie man effektiver heizt:

Nur heizen, wo es sinnvoll ist. Viele Räume sind - zumindest teilweise - ungenützt, werden aber trotzdem rund um die Uhr beheizt. Man muss überdenken: Wann halte ich mich in welchem Raum auf? Vor allem in der Nacht muss man nicht alle Räume heizen. Allerdings sollte man die Räume auch nicht um mehr als fünf Grad abkühlen lassen, denn dann wird das Erwärmen wieder zu kostspielig.

Temperatur wählen. Grundsätzlich sollte man so heizen, dass man sich wohlfühlt. Allerdings spart schon ein Grad weniger rund sechs Prozent der jährlichen Energiekosten. Empfohlen sind 21 Grad.

Richtig lüften. Frischluft ist auch im Winter Pflicht. Anstatt Fenster ständig gekippt zu halten, sollte man mehrmals täglich zirka fünf Minuten lüften. Dadurch wird die Luft ausgetauscht, die Wände kühlen aber nicht ab. Der Raum heizt leichter wieder auf.

Rollläden nützen. Fenster, vor allem ältere, geben enorm viel Wärme ab. Wenn Rollläden vorhanden sind, soll man diese schon bei Sonnenuntergang hinunter lassen. Dadurch kühlt das Glas weniger aus. Vorhänge sollte man dagegen offen lassen. Denn wenn diese den Heizkörper verdecken, wird die warme Luft nur zum Fenster geleitet. So gehen bis zu 40 Prozent der Wärme verloren.

Dichtungen prüfen. Über undichte Fensterfugen gehen bis zu 15 Prozent der Raumwärme verloren. Hier kann man mit einem einfachen Dichtungsband, das man im Baumarkt um ein paar Euros erhält, abhelfen und einige Euros sparen.

Heizung warten. Ein eigener Herd ist Goldes wert - kann aber auch eben so viel kosten. Wer einen eigenen Ofen hat sollte diesen und auch den Rauchfang noch jetzt reinigen. Der Brennwert wird dadurch gesteigert.

Überhaupt sollte man sich aber überlegen, ob der Kessel die richtige Dimension für das zu heizende Objekt hat, empfehlen Energieexperten. Viele ältere Öl-Öfen seien um einiges zu groß dimensioniert, hier würde man mit einem kleineren Kessel einiges an Energie einsparen können. Von einer überhasteten Austausch-Aktionen müsse dennoch abgeraten werden. In solchen Fällen sollte man nicht nur eine Sanierung der Heizung sondern des ganzen Hauses überlegen.

Teure Heizstrahler. Vermeiden sollte man elektrische Heizstrahler, etwa als Ergänzung in schlecht geheizten Räumen. Lässt man einen Radiator im Winter jeden Tag drei bis vier Stunden laufen, kann sich das mit mehr als 200 Euro auf der Stromrechnung niederschlagen.

AGNES GÖSSINGER

Heizkörper

Alle Heizkörper sollten regelmäßig entlüftet werden.
Mit programmierbaren Geräten können bis zu 30 Prozent der Kosten gespart werden.
Diese Thermostate empfehlen sich vor allem in Räumen, in denen es etwa in der Früh warm sein soll.

Isolierung

Schwachstellen bei der Isolierung des Hauses können durch eine so genannte Thermografie festgestellt werden.
Hier wird mittels Infrarotkamera aufgezeigt, ob und wo Dämmungsbedarf gegeben ist.
Die Maßnahme wird vom Land Steiermark gefördert. Die Pakete kosten zwischen 120 und 250 Euro.
Infos unter 0316/811848-24



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