Ab September: Mieter werden kräftig zu Kasse gebeten
Schlechte Nachrichten für rund eine Million Haushalte in Österreich: Kategoriemieten, Hausverwaltungskosten und Erhaltungsbeiträge steigen ab September um sechs Prozent.

Foto © aboutpixel.de/Rainer Sturm
Mieter müssen bald noch tiefer in die Tasche greifen.
Durch die gesetzlich vorgesehenen Mietenindexierungen schlagen die
hohen Inflationsraten unmittelbar auf die Mieten durch, hieß es
am Montag in einer Aussendung der Arbeiterkammer (AK). Laut AK
werden die Kategoriemieten, die Hausverwaltungskosten und die
Erhaltungsbeiträge ab September um fast 6 Prozent angehoben.
Betroffen sind allein im kommenden Herbst rund eine Million
Haushalte, so die AK.
Doppelt betroffen.
Durch die Erhöhung der Mieten und der Hausverwaltungskosten seien
die meisten Mieter doppelt betroffen. Bereits im Frühjahr 2009 werde
die inflationsbedingte Erhöhung der Richtwertmieten rund 3,5 Prozent
betragen, obwohl diese Mieten erst im April 2008 um 2,2 Prozent
erhöht wurden. Diese Erhöhungen würden laut AK nicht nur viel kosten,
sondern auch zu einem "Inflations-Mietenkarussel" führen, da die
inflationsbedingten Mietenerhöhungen selbst wieder die Inflationsrate
erhöhen.
Beispiel.
Bei einer 80 m2 Richtwertmietwohnung, für die eine Familie im März
2008 noch eine Richtwertmiete von 640 Euro monatlich (ohne
überwälzbare Hausbetriebskosten und ohne Mehrwertsteuer) bezahlt hat,
muss sie ab April 2009 677 Euro monatlich berappen. Das ist innerhalb
kurzer Zeit eine Erhöhung um 37 Euro monatlich, inklusive
Mehrwertsteuer 40,70 Euro monatlich, nennt die AK als Beispiel.
Besonders belastend sind die Steigerungen, neben den
Richtwertmieten, auch bei den Kategoriemieten, so die AK. Bei einer
80 Quadratmeter-Kategorie A Wohnung bedeute die inflationsbedingte
Erhöhung im September 2008 eine Mehrbelastung von 15 Euro (inkl.
Mehrwertsteuer) im Monat bzw. von insgesamt 180 Euro im Jahr.
Mehr Geld für Verwaltung.
Zusätzlich zu diesen Mietenerhöhungen kann der Vermieter auch noch
bei allen Altbaumietwohnungen (Richtwertmietwohnungen und
Kategoriemietwohnungen) von den Mietern ab September 2008 um 5,7
Prozent mehr für die Verwaltung verlangen. Damit muss der Mieter dem
Vermieter zusätzlich zur Miete bei einer 80 Quadratmeter-Wohnung
bereits 22,60 Euro im Monat für die Verwaltung bezahlen.


















