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Zuletzt aktualisiert: 23.06.2008 um 14:42 UhrKommentare

Ab September: Mieter werden kräftig zu Kasse gebeten

Schlechte Nachrichten für rund eine Million Haushalte in Österreich: Kategoriemieten, Hausverwaltungskosten und Erhaltungsbeiträge steigen ab September um sechs Prozent.

Foto © aboutpixel.de/Rainer Sturm

Mieter müssen bald noch tiefer in die Tasche greifen. Durch die gesetzlich vorgesehenen Mietenindexierungen schlagen die hohen Inflationsraten unmittelbar auf die Mieten durch, hieß es am Montag in einer Aussendung der Arbeiterkammer (AK). Laut AK werden die Kategoriemieten, die Hausverwaltungskosten und die Erhaltungsbeiträge ab September um fast 6 Prozent angehoben. Betroffen sind allein im kommenden Herbst rund eine Million Haushalte, so die AK.

Doppelt betroffen. Durch die Erhöhung der Mieten und der Hausverwaltungskosten seien die meisten Mieter doppelt betroffen. Bereits im Frühjahr 2009 werde die inflationsbedingte Erhöhung der Richtwertmieten rund 3,5 Prozent betragen, obwohl diese Mieten erst im April 2008 um 2,2 Prozent erhöht wurden. Diese Erhöhungen würden laut AK nicht nur viel kosten, sondern auch zu einem "Inflations-Mietenkarussel" führen, da die inflationsbedingten Mietenerhöhungen selbst wieder die Inflationsrate erhöhen.

Beispiel. Bei einer 80 m2 Richtwertmietwohnung, für die eine Familie im März 2008 noch eine Richtwertmiete von 640 Euro monatlich (ohne überwälzbare Hausbetriebskosten und ohne Mehrwertsteuer) bezahlt hat, muss sie ab April 2009 677 Euro monatlich berappen. Das ist innerhalb kurzer Zeit eine Erhöhung um 37 Euro monatlich, inklusive Mehrwertsteuer 40,70 Euro monatlich, nennt die AK als Beispiel.

Besonders belastend sind die Steigerungen, neben den Richtwertmieten, auch bei den Kategoriemieten, so die AK. Bei einer 80 Quadratmeter-Kategorie A Wohnung bedeute die inflationsbedingte Erhöhung im September 2008 eine Mehrbelastung von 15 Euro (inkl. Mehrwertsteuer) im Monat bzw. von insgesamt 180 Euro im Jahr.

Mehr Geld für Verwaltung. Zusätzlich zu diesen Mietenerhöhungen kann der Vermieter auch noch bei allen Altbaumietwohnungen (Richtwertmietwohnungen und Kategoriemietwohnungen) von den Mietern ab September 2008 um 5,7 Prozent mehr für die Verwaltung verlangen. Damit muss der Mieter dem Vermieter zusätzlich zur Miete bei einer 80 Quadratmeter-Wohnung bereits 22,60 Euro im Monat für die Verwaltung bezahlen.


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