VW Passat: Summe aller Eigenschaften
Ende einer Dienstfahrt. Das Jahr ist um, und nach 51.500 Kilometern verabschiedet sich unser Dauerläufer VW Passat Variant 2.0 TDI 4Motion aus dem Fuhrpark. Eine Bilanz.

Foto © Volkswagen
In den Jahren sind wir mit diversen Dauertestwagen auf eine interessante Pannen- und Mängelliste gekommen, wie unsere internen Aufzeichnungen beweisen. Von rätselhaften Elektronik-Burn-outs über defekte Kraftstoffpumpen und Kabeln bis zum kapitalen Motorschaden war so ziemlich alles dabei, als einsamer Höhepunkt wurde in den frühen Tagen des Ressorts ein sogenanntes Montagsauto vom Hersteller kurzerhand eingezogen, nachdem es mehr Zeit in der Werkstatt als auf der Straße verbracht hatte.
Kein einziger Huster
Der VW Passat Variant 2.0 TDI 4Motion, der jetzt ein Jahr lang unser Begleiter war, wird uns auch in Erinnerung bleiben. Und zwar als erster Testwagen, der in den zwölf Monaten absolut null Probleme machte und die 51.500 Kilometer ohne den geringsten Huster absolvierte. Auf der Kostenseite hatte sich nach dem letzten Zwischenbericht auch nichts mehr angehäuft. Es blieb bei den 276,80 Euro, die für das Jahresservice (30.000 km) zu berappen waren. Zuzüglich der paar Euro für den Liter Öl zwischendurch, den wir der Zweiliter-TDI-Maschine vorsorglich spendierten. Eine kurze finale Durchsicht machte ebenso keinen Griff in die Geldtasche notwendig: Alles im grünen Bereich, ließ die Werkstatt ausrichten.
Populärster Kombi
Nach Abgabe des Schlüssels ist uns jetzt freilich klar, weshalb der Passat Variant Österreichs meistverkaufter und populärster Kombi ist. Es ist die Summe aller Eigenschaften, die den Wolfsburger Hinterlader zum unantastbaren Platzhirsch macht. Beim letzten Update wurde ganz offensichtlich tiefenwirksame Detailarbeit geleistet, die sich speziell in Qualität und Wertanmutung spiegelt und den Variant auf das Niveau der nobleren Konzernmarken hebt. Bis zuletzt drang kein lästiges Knarren oder Knirschen an unser Ohr, alles schloss und klappte wie am ersten Tag. Keinerlei Ermüdungserscheinungen leistete sich ebenso die Technik: Der 170 PS starke Zweiliter-TDI erwies sich als unaufgeregter Kraftspender, der im Finish scheinbar erst zur Hochform aufzulaufen schien. Feine Partner: der trittsichere Allradantrieb und die Doppelkupplung, wenngleich dem DSG eine siebente Stufe guttun würde.
Abgesehen von seiner Präsenz und der grandiosen Nutzbarkeit im Alltag (es gab keinen Transportauftrag, den wir nicht erledigen konnten), begeisterte uns der 4,7-Meter-Edellaster durch Komfort und Geschmeidigkeit auf der Langstrecke. Über das Jahr pendelte sich der Verbrauch übrigens bei 6,7 Litern ein, damit sollte man leben können. Was auch für den Preis gilt: Es gibt am Markt genug Möglichkeiten, 43.000 Euro schlechter anzulegen.














