Range Rover Vogue: Der sanfte Riese
Wie ein Riesentrumm von einem Auto sogar bessere Autofahrer aus uns macht: Range Rover V8-Diesel.

Foto © Range Rover
En vogue suggeriert: fortschrittlich, modern, berühmt, begehrt, hochmodern, modisch. Und dann steht so ein Trumm Auto vor dir, das auf den Namen Range Rover Vogue hört. Lockere 2,6 Tonnen, verteilt auf zehn Quadratmeter. Nicht einmal meine Küche ist so groß. Und sie hat übrigens auch nicht über 116.000 Euro gekostet.
Die Kernfrage lautet also: Ist dieses Auto das wert?
Ja, durchaus.
Der 313-PS-TDI stemmt das Gewicht spielerisch, wie Matthias Steiner bei seinem Olympiasieg 2008 (den Umfaller von London bitte ausblenden!). Die beiden Turbolader arbeiten dabei unterschiedlich: Der kleinere bleibt bis 2400 U/min Single, erst dann folgt der zweite Lader - innerhalb von nur 20 Millisekunden.
Der Zug ist enorm und scheint nicht enden zu wollen. Die 8-Gang-Automatik schaltet dabei anscheinend mit einem Wattebausch, den man wohl auch bei der Geräuschdämmung erfolgreich eingesetzt hat. Mit den fetten 700 Newtonmeter Drehmoment und den 313 PS erledigt der sanfte Riese den Zwischenspurt von 80 auf 120 km/h in 5,1 Sekunden und damit schneller als der 510-PS-Benziner-Kompressor.
Bei besseren Verbrauchswerten übrigens.
Auch im Gelände bleibt er souverän. Im tiefen Matsch genauso wie im grimmigen Geröll baut er eine hervorragende Traktion auf.
Die verschiedenen Fahrmodi sind extra anwählbar und passen Motor-, Schalt-, Differenzial- und Bremscharakteristik an den Untergrund an. Gewöhnungsbedürftig im Normalbetrieb bleiben die gewichtsbedingten Reaktionen (leichtes Wanken etc.). Aber das macht aus uns auch bessere Autofahrer: je runder der Fahrstil, desto standfester bleibt der sanfte Riese Range Rover.














