Neuer Mercedes GL: 2,5 Tonnen, 5,12 Meter
Mercedes packte in Amerika das große Kaliber aus: Der neue GL macht sich ab November auch bei uns breit.

Foto © Mercedes Benz
Er ist ein Riesen-Trumm und eigentlich will man es sich nicht vorstellen müssen, damit in die Enge der hiesigen Parkgaragen abtauchen zu müssen. Die Amerikaner irritiert das bekanntlich weniger.
Amis und Chinesen
5,12 Meter - wo ist da das Problem? Fest steht: Die reichen Amis werden den neuen GL ebenso lieben wie seinen Vorgänger, der zuletzt mit mehr als 25.000 Verkäufen die Spitzenposition im Segment der edlen Dickschiffe hielt. Gar nicht zu reden von den Chinesen. Und die 70 Stück, die für Österreich reserviert sind, wird man wohl auch nicht mit Gewalt verschleudern müssen.
Mit der Neuauflage des mächtigen Allradlers reizt Mercedes die Möglichkeiten für einen Geländewagen so ziemlich aus. Die Stuttgarter verstehen den 2,5-Tonner als S-Klasse der SUV-Liga, mehr Opulenz und Luxus sind kaum darstellbar. Es fällt schwer, nicht beeindruckt zu sein. Zum Beispiel vom überragenden Fahrkomfort dank Luftfederung, die das Schwergewicht federleicht über alle Grobheiten schweben lässt.
Aber auch von der elitären First-Class-Lounge, in der sich auf Wunsch eine dritte Sitzreihe unterbringen lässt (die sich elektrisch ein- und wieder ausklappen lässt). Bei normaler Bestuhlung schluckt der Kofferraum 680 Liter. Aus dem Vollen schöpft Mercedes bei den Assistenzsystemen und bietet so ziemlich alles auf, was stabilisiert, warnt und unterstützt. Wie der unglaubliche Aktive Park-Assistent, der geeignete Parkflächen detektiert und den GL wie von Geisterhand in jede Lücke navigiert.
Das volle Programm
Verzichtet haben wir bei der ersten Ausfahrt auf einen Ausflug in das schwere Gelände. Wir wollen es dem Koloss glauben, dass er bei Bedarf auch abseits von unbefestigen Straßen so einiges drauf hat. Auch wenn er vielleicht kein "G" ist: Ein Blick auf das On&Offroad-Paket mit diversen Fahrprogrammen lässt erahnen, dass es sich um keine Kinderjause handelt.
Eine Hybridversion für den GL hat Mercedes übrigens nicht vorgesehen. Klarer Favorit: der Dreiliter-Diesel, der gut anpackt und kein Schluckspecht ist.














