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Zuletzt aktualisiert: 04.05.2012 um 15:28 UhrKommentare

Opel Ampera: Das Beste aus zwei Welten

"Das Konzept des Ampera könnte das Missing Link zwischen verantwortungsvoller Mobilität von heute und Zukunftskonzepten sein", meint Cheftester Walter Röhrl.

Foto © Opel

Schön langsam müssen auch Techniker, Mobilitätsvisionäre und Stadtplaner zugeben: Die Elektromobilität ist noch lange nicht so weit, wie man es erhofft und versprochen hat.

Klares Bekenntnis von Opel

Opel definiert den Ampera zwar als Elektroauto, aber die technische Lösung ist smarter und realistischer als die reine Lehre vom E-Auto. Man hat einen Benzinmotor an Bord, der die Akkus mit Unterstützung eines Generators mit frischem Saft versorgen kann. Der Generator arbeitet als zusätzlicher E-Motor, die "selbst produzierte" elektrische Energie speist hauptsächlich den E-Antrieb. Und die Akkus können an der Steckdose aufgeladen werden, der Benziner wird wie gewohnt betankt.

Mit dem Ampera komme ich auf über 500 Kilometer Reichweite, und das bei jeder Witterung. Gleichzeitig kann ich in der Stadt ausschließlich elektrisch fahren. Ich habe das Beste aus zwei Welten und das, worauf es in der Mobilität ankommt: Flexibilität und Umweltschonung. Dieses Konzept könnte das Missing Link zwischen der verantwortungsvollen Mobilität von heute und Zukunftskonzepten (Brennstoffzelle etc.) sein.

Wenn ich heute öffentlich zeigen möchte, dass ich fortschrittlich und umweltbewusst unterwegs bin, dann würde ich nur den Ampera in Erwägung ziehen - und kein herkömmliches E-Auto. Hätte ich ein "reines" E-Auto, bräuchte ich ein zweites, um flexibel zu sein - das kann's ja auch nicht sein. Deshalb heißt die Wahl: Ampera. Nicht zuletzt, weil's auch fahrerisch ein faszinierendes Erlebnis ist.

Das Zusammenspiel von Elektro- und Benzinmotor, Generator und Batterien verläuft völlig problemlos. Man hat verschiedene Fahrmodi, der E-Motor gibt immer den Auftakt, und wenn man das Gaspedal brav behandelt, kann man sogar knapp über 50 km/h noch rein elektrisch fahren (ohne dass sich der Benziner einmischt).

Acht Jahre auf Batterien

Opel gibt auf die Batterien eine 8-Jahres-Garantie (oder 160.000 Kilometer). Klingt gut, führt aber dazu, dass Opel nicht das volle Batterie-Reservoir ausschöpft, um schonend mit den Akkus umzugehen. Im Normalbetrieb schafft die Batterie 50 Kilometer plus, bergauf wird's schnell weniger.

Aber auch hier kann man mit Übersicht (Schwung mitnehmen etc.) noch ein Alzerl rausholen - auch das macht einen Teil der Faszination aus.

WALTER RÖHRL

Fakten

Preis: ab 42.900 Euro

Motor: E-Motor (111 kW/ 150 PS), max. Drehmoment 370 Nm; Generator/ Reichweiten-Verlängerung (54 kW); Benzinmotor/ Euro 5: Vierzylinder/1398 ccm/86 PS bei 4800 U/min; Lithium-Ionen-Batterie/16 kWh

Reichweiten: mit Batterie 40 bis 80 km; mit Benzinmotor/ Generator zur Energiegewinnung über 500 km; 0 auf 100 km/h in 9 s; 161 km/h Spitze.

Cheftester

Walter Röhrl ist zweifacher Rallye-Weltmeister und Cheftester von "Mein Auto".

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