Elektro-Smart: Kleiner Stromstoß im großen Apfel
Daimler hat den Smart in den USA noch nicht aufgegeben. Mit der Elektroversion versucht der Stuttgarter Autobauer, die Amerikaner doch noch für seinen Zweisitzer zu begeistern: Eine erste Ausfahrt.

Foto © SmartNach Total-Flop kommt jetzt Elektro-Smart in die USA
Den Amerikanern den Smart schmackhaft zu machen war für Mercedes bis dato keine leichte Übung. In den ersten fünf Monaten dieses Jahres konnten die Stuttgarter von ihrem Zweisitzer gerade einmal 2722 Stück loswerden - das waren zwei Drittel weniger als im Vergleichszeitraum 2009. Sensibilisiert von der größten Umweltkatastrophe der Geschichte, könnte das Obama-Land nun allerdings Lust auf den Stadtfloh bekommen.
Mit der dieser Tage im "Big Apple" vorgestellten Elektroversion haben die Sterndeuter, so scheint's, das richtige Angebot zur richtigen Zeit. Mit dem Smart ED - steht für Electric Drive - wollen die Deutschen künftig US-Metropolen wie New York unter Strom setzen. Der E-Flitzer soll nun von ausgesuchten Kunden getestet werden, ehe er ab 2012 in Großserie an den Start geht. Zeitgleich wird auch die Markteinführung des City-Stromers in Europa erfolgen. Preis? Steht freilich noch nicht fest - zwischen 30.000 und 40.000 Euro darf spekuliert werden.
Gesichert ist dagegen, dass der agile Elektro-Smart Spaß macht, wie ein erster Stadtbummel in Brooklyn unter Beweis stellte. Der maximal 30 kW starke Elektromotor lässt mit 120 Nm Drehmoment spontan schnelle Sprints für etwa zwei Minuten zu, die Dauerleistung von 20 kW (27 PS) reicht freilich auch für ein flinkes Fortbewegen im Großstadtdschungel. Die Höchstgeschwindigkeit hat Smart mit 100 km/h begrenzt. Wer nicht übermütig wird, sollte mit dem E-Smart 135 Kilometer weit kommen.
Features
Zitiert
Wir hatten bereits bei der Erfindung des Autos die Nase vorne, das wird uns auch beim E-Fahrzeug gelingen.
Dieter Zetsche, Vorstandschef der Daimler AG
Elektro-Smarts
Weltweit sollen 1.500 Elektro-Smarts der neuesten Generation den Weg zur Massenfertigung bereiten. Auch Erzrivale BMW testet eine Elektroversion seines Mini. Tempo bei der neuen Technik machen aber vor allem die französischen und japanischen Hersteller, allen voran der Verbund aus Renault und Nissan. Die beiden Partner wollen in den kommenden zwei Jahren eine komplette Modellfamilie auf die Räder stellen.














