Kia Venga: Keine Gämsen in Korea
Anti-Kastenwagen im Anti-Langeweile-Look: Im Kia Venga steckt am Ende des Tages mehr Hummel als Bergfex.

Foto © KiaDer Venga in "Caramel Gold"
Dass die Hummel rein physikalisch betrachtet gar nicht fliegen kann, kümmert das kuschelige Tierchen herzlich wenig. Sie weiß es nicht und tut es einfach. Genau wie beim Kia Venga. Dessen Schaltanzeige weiß offenbar nicht, dass er nur mit 75 PS durchs Leben dieselt.
Selbst auf ordentlichen Steigungen ermuntert sie, doch das Spektrum des 6-Gang-Getriebes voll auszuschöpfen. Korea ist nicht für seine Gämsen berühmt, sagt der Verstand. Aus diesem Drehzahlkeller gibt es kein Zurück, sagt die Erfahrung und behält natürlich recht. Aber das Schöne an Schaltempfehlungen ist ja schließlich, dass man sie befolgen kann, aber nicht muss.
Gilt es nicht gerade Berge zu erklimmen, hat der Venga mit dem Temperament einer Hummel wenig gemein. Das Motörchen geht keck ans Werk, genauso wie der ganze Venga sich recht behände zu bewegen weiß. Obendrein gibt es Platz en masse.
Ein Nützling, der nicht allzu vernünftig aussehen will, also. Das verdient Lob. Nur wenn der Starter den Diesel nach der Start-Stopp-Pause an der Ampel wachrüttelt, darf man sich halt nicht schrecken.
Features
Kia Venga 1,4 CRDi
Preis: Ab 18.990 Euro
Motor: 1,4-Liter-Diesel, 75 PS, 220 Nm max. Drehmoment von 1.750-2.350 U/min, 4,5 l Schnittverbrauch, 118 g CO2/km
Maße: 4.068/1.765/1.600 mm L/B/H, 570-1253 l Laderaum














