Mazda 6 Combi im Dauertest: Der weiße Riese
Warum der Mazda 6 Sportcombi Nehmerqualitäten besitzt, er den grauen Alltag mit viel Liebe zu praktischen Details lebenswert macht und wie sicher seine Regelsysteme arbeiten.

Foto © MazdaIn Sachen Design eine echte Konkurrenz zu "den Deutschen".
Der Mazda 6 Sportcombi ist der letzte Zugang in unserem Teststall. Wir haben uns dabei auf einen besonders aussagekräftigen Dauertest eingelassen: Wie reagiert ein Auto, das bereits vorab im Mazda-Testlauf hart hergenommen wurde, auf unser Testprogramm?
Nehmerqualitäten. Die ersten 10.000 Kilometer, die wir abgespult haben, bewiesen enorme Nehmerqualitäten. Langstreckenfahrten? Graz-Rügen (Deutschland), auf gut Deutsch ein "Klacks". Vor allem Qualität und Haptik zeigten nicht einmal eine kleine Schwäche. Kein Knirschen im Gebälk, keine Extratouren in die Werkstatt - einfach vorbildlich.
Praktisch. Vor allem der graue Alltag ist es, den der Mazda Sportcombi liebenswert macht: Zum Beispiel, dass sich ein Teil der Kofferraumabdeckung sich beim Öffnen der "Ladeluke" automatisch hebt - und beim Schließen den Kofferraum wieder blickdicht macht.
Die geteilte Rücksitzbank ist ein Hit, ein kurzer Zug und die Bank ist flach gelegt und ergibt einen nahezu ebenen Ladeboden.
Innere Werte.Noch aufgefallen: Der sechste Gang ist lang ausgelegt, das merkt man bei Beschleunigungsvorgängen nach Baustellen, wenn man vom 80er wieder auf 130 kommen möchte - hier heißt's runterschalten. Dritter und vierter Gang sind gut aufeinander abgestimmt, und auch die beste Wahl, um den 6er auf der Landstraße auszuführen.
Die Regelsysteme arbeiten unaufdringlich, aber effizient. Wir haben's bei einem schnellen Ausweichmanöver, bei dem wir auf eine nasse Wiese mussten, übrigens ganz sicher genossen.
Fazit. Zum ersten Mal können
die Japaner mit dem
Mazda 6 Sportcombi in
Sachen Design eine echte
Konkurrenz zu den
deutschen Kombi-Herstellern
aufbieten.
Mazda hat außerdem in
Sachen Fahrerlebnis/
Variabilität ein tolles Paket
geschnürt.
Features
Autogramm
Motor: 4-Zylinder/Common-Rail-
Turbodiesel. 140 PS bei 3500 U/min,
max. Drehmoment 330 Nm bei
2000 U/min.
Antrieb: 6-Gang-Schaltung/
Abmessungen: 4765/1795/1490
mm L/B/H;
Kofferraumvolumen: 519
bis 1751 l; Zuladung 565 l; Anhängelast
gebremst/ungebremst
1600/550 kg;
Dachlast: 100 kg.
Co2-Ausstoß: 149 g/km
Preis: ab 27.390 Euro
Design
Aufregender als die deutsche Konkurrenz –
im Interieur wie im Exterieur. Dafür gibt es
diesmal einen Extra-Stern.
+ + + + +
Motor
Tadellose Leistungskurve, sehr gleichmäßig
in der Kraftentfaltung, angenehm zwischen
1800 und 3000 U/min. Darüber: brummig!
+ + + + -
Fahrwerk
Nur die Harten kommen durch: Das bringt
Fahrstabilität. Trotzdem langstreckentauglich
und gut zum Kreuz: Graz–Rügen
bewies es.
+ + + + -
Wirtschaftlichkeit
Reichlich Ausstattung in allen Varianten,
guter Verbrauch, perfekte Variabilität. Der
6er-Kombi zeigt keine Schwächen.
+ + + + +
Bewertung
+ + + + + Herausragend
+ + + + - Sehr gut
+ + + - - Gut
+ + - - - Zufriedenstellend
+ - - - - Verbesserungswürdig















