Kärntner fahren auf Elektro-Scooter ab
Jedes siebte neue Moped wird in Kärnten von einem Elektromotor angetrieben. Wegen der großen Nachfrage musste der ÖAMTC 100 Elektroroller nachbestellen.

Foto © WeichselbraunEin grüner Boom: 120 geförderte E-Roller fahren schon auf Kärntens Straßen
Über diese Zahl bin ich jetzt selbst positiv überrascht", sagt Albert Kreiner, Leiter der Verkehrsabteilung des Landes, als er den Anteil der Elektroscooter an den Neuzulassungen in der Fahrzeugklasse der Mopeds berechnet. "Jedes siebte Moped, das bisher im Jahr 2009 zugelassen wurde, wird von einem Elektromotor angetrieben." Mit solch einem Anklang hat wohl kaum jemand gerechnet, als im vergangenen Jänner im Rahmen von "Lebensland Kärnten" das 400-Euro-Förderprogramm für Elektroroller vorgestellt wurde. Bis jetzt wurden beim Kooperationspartner ÖAMTC Kärnten 120 geförderte Roller verkauft und die Nachfrage reißt nicht ab: "Diese Woche haben wir gerade eine neue Lieferung im Umfang von 100 Fahrzeugen erhalten", sagt die stellvertretende ÖAMTC-Clubdirektorin Hildegard Steiner. Besonders gut kommt das Nostalgiemodell Florenz an, das man abzüglich der Förderungen von Land und ÖAMTC um 1990 Euro erhält.
100 Kilometer Reichweite
Die flüsterleisen Roller können an jeder üblichen Steckdose "betankt" werden und haben voll aufgeladen eine Reichweite von bis zu 100 Kilometern. Da ist es klar, dass mit dem Elektroboom auch die Nachfrage nach öffentlich zugänglichen Elektrotankstellen gestiegen ist. "Zu Beginn der Aktion gab es in Kärnten 96 registrierte E-Tankstellen, heute sind es 154 und wir bauen weiter aus", sagt Kreiner. Momentan werde vor allem in den Bezirkshauptstädten Infrastruktur für Elektrofahrzeuge geschaffen, doch auch die ländlichen Gemeinden kommen nicht zu kurz: "Kleine Gemeinden, zum Beispiel in Oberkärnten, haben E-Tankstellen in ihrem Tourismuskonzept integriert", so Kreiner.
Kärnten ist allerdings nicht das erste Bundesland, das umweltfreundliche Fortbewegung fördert. In Salzburg werden schon seit Oktober 2008 Elektrofahrräder und -roller mit eine Förderung bis zu 400 Euro subventioniert. "Die Aktion wird fantastisch angenommen. Es wurden schon fast 400 Fahrzeuge gefördert, darunter aber nur zirka 20 Elektroroller", sagt Harald Lixl von der Salzburg AG. Warum in Kärnten keine Elektrofahrräder gefördert werden hat folgenden Grund: "Fahrräder sind von Haus aus umweltfreundlich. Elektroroller ersetzen benzinbetriebene Gefährte", sagt Steiner. Die Landesförderung für E-Scooter läuft vorläufig noch bis Ende des Jahres: "Im Fördertopf ist noch Geld für 150 Scooter", sagt Kreiner und macht auf die nächste Phase der Initiative zur E-Mobilität neugierig, in der VW seine Elektroautos in Kärnten testen will . . .










-Anzeigen