Erzberg-Rodeo: Kleiner Mann ganz groß
Der Pole Tadeusz Blazusiak, genannt "Taddy" feierte beim Hare Scramble auf dem Erzberg schon den dritten Sieg in Serie.

Foto © APAAction beim 15. Erzberg-Rodeo
Am Samstag verzichtete er noch auf den zweiten Lauf des Prologs - nach Bestzeit am Freitag war die Qualifikation für Tadeusz Blazusiak gesichert, dazu hatte der Pole leichtes Fieber uns sah noch ein wenig blasser und schmächtiger aus als normal.
Topform. Zwar musste er so die Bestzeit dem sensationell fahrenden Steirer Sepp Fally überlassen, doch beim härtesten Motocross-Rennen des Jahres präsentierte er sich abermals in Topform: "Taddy", wie der Enduro- und Trial-Spezialist genannt wird, setzte sich auf dem Erzberg beim berühmt-berüchtigten Hare Scramble durch - und das noch dazu zum dritten Mal in Serie. Ein Kunststück, das vor dem 24-Jährigem noch niemand geglückt war. Nicht schlecht für einen, der 2007 nur als Zuschauer nach Eisenerz gekommen war und sich mit einem Sieg im Endurocross eine Wild Card für die erste Reihe gesichert hatte - seither hechelt die Konkurrenz beim Hare Scramble dem Polen und seiner KTM hinterher; bisher vergebens.
Am Limit. Wie eklatant seine Überlegenheit ist, offenbart ein Blick auf das Ergebnis: Nach 1:41:06 Stunden war Blazusiak im Ziel, der zweitplatzierte Grahan Jarvis (GBR) kam erst mehr als 40 Minuten später an - nach 2:22:05 Stunden, um genau zu sein. Platz drei ging an den Deutschen Andres Lettenbichler.
Pilot. Trotz seiner Überlegenheit war auch "Taddy" völlig fertig: "Das ist das Limit! Härter geht es nicht mehr, ich bin komplett erledigt - aber überglücklich." Bester Österreicher? Ein Mann namens Erich Brandauer - zwölf Mal in Folge eroberte der mittlerweile 39-Jährige bis 1998 den österreichischen Trial-Meistertitel. Verlernt hat der stattliche Pilot - er wiegt weit mehr als 100 kg - bis heute nichts; und Kondition hat er nach wie vor: Als Gesamt-13. erreichte er nach knapp 4:15 Stunden das Ziel als einer von zwei heimischen Piloten.
Gestürzter Weltmeister. Wie schwer der Erzberg sich in diesem Jahr tatsächlich präsentierte, veranschaulicht am besten das Beispiel des zwölffachen Trial-Weltmeister Dougie Lampkin. Der Brite, zu diesem Zeitpunkt auf Platz zwei, kam völlig erschöpft in einem der Hindernisse zu Sturz und musste mittels Seilwinde vom Rettungshubschrauber geborgen werden. Von den 500, die sich die begehrten Startplätze gesichert hatten, erreichten ganze 21 das Ziel in der Erzberg-Arena. . .
Features
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Bild vergrößernLive vor Ort: Kleine Zeitung-Redakteure Georg Michl und Michael Schuen mit Dieter Happ Foto © GEPA
Live vor Ort: Kleine Zeitung-Redakteure Georg Michl und Michael Schuen mit Dieter Happ Grafik © GEPA
Fakten
Samstag 8 Uhr: Iron Road Prolog (2. Lauf). 10 bis 12 Uhr: Rodeo X Qualifikation. 14 Uhr: Fahrervorstellung. 15.30 bis 17.30 Uhr: Rodeo X Qualifikation. 18.30 Uhr: Freestyle MX-Party. 20 Uhr: Rodeo X Superfinale. 22 Uhr: Siegerehrung mit anschließender Fahrerparty.
Sonntag 10 Uhr: Info-Lounge in der Erzberg-Arena. 11 Uhr: Red Bull Hare Scramble. 16.30 Uhr: Siegerehrung Hare Scramble.













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