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Zuletzt aktualisiert: 15.09.2008 um 10:33 UhrKommentare

Piaggio fusioniert mit Moto Guzzi

Piaggio, Hersteller des Kult-Motorrollers Vespa, fusioniert mit dem ebenfalls italienischen Motorradhersteller Moto Guzzi.

Der Aufsichtsrat von Piaggio hat am Freitag grünes Licht zur Fusion gegeben, teilte der toskanische Konzern in einer Presseaussendung mit. Ziel ist, mit mehr Effizienz und mit Synergieeffekten die Sanierung von Moto Guzzi voranzutreiben, der 2005 inmitten einer schweren Krise von Piaggio geschluckt worden war.

Verschuldung. "Wir wollen die Verschuldung reduzieren, die Produktivität steigern und unsere Entwicklungsprojekte zügiger umsetzen", sagte Piaggio-Geschäftsführer Roberto Colaninno. Der Weg ist jedoch steil. Moto Guzzi kann zwar auf viel Tradition zurückgreifen, die Verschuldung belastet jedoch die Zukunftsaussichten der Marke.

Auslandsgeschäft. Moto Guzzi zählt zahlreiche Kunden im Ausland. 62 Prozent der Produktion werden im Ausland abgesetzt. Noch vor 2004 hatte Guzzi die Pleite befürchtet. Colaninno zeigte sich zufrieden, zum Relaunch einer traditionsreichen Marke der italienischen Motorradproduktion beigetragen zu haben.

Zahlen. Auch für Piaggio ist die Lage nicht einfach. Der Konzern meldete im ersten Halbjahr einen siebenprozentigen Umsatzrückgang auf 900,3 Millionen Euro, der Nettogewinn sank um 8,2 Prozent auf 47,3 Millionen Euro. Die Nettoverschuldung stieg von 269,8 Millionen Euro Ende Juni 2007 binnen eines Jahres auf 326,9 Millionen Euro.

APA

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