Piaggio fusioniert mit Moto Guzzi
Piaggio, Hersteller des Kult-Motorrollers Vespa, fusioniert mit dem ebenfalls italienischen Motorradhersteller Moto Guzzi.
Der Aufsichtsrat von
Piaggio hat am Freitag grünes Licht zur Fusion gegeben, teilte der
toskanische Konzern in einer Presseaussendung mit. Ziel ist, mit mehr
Effizienz und mit Synergieeffekten die Sanierung von Moto Guzzi
voranzutreiben, der 2005 inmitten einer schweren Krise von Piaggio
geschluckt worden war.
Verschuldung. "Wir wollen die Verschuldung reduzieren, die Produktivität
steigern und unsere Entwicklungsprojekte zügiger umsetzen", sagte
Piaggio-Geschäftsführer Roberto Colaninno. Der Weg ist jedoch steil.
Moto Guzzi kann zwar auf viel Tradition zurückgreifen, die
Verschuldung belastet jedoch die Zukunftsaussichten der Marke.
Auslandsgeschäft. Moto Guzzi zählt zahlreiche Kunden im Ausland. 62 Prozent der
Produktion werden im Ausland abgesetzt. Noch vor 2004 hatte Guzzi die
Pleite befürchtet. Colaninno zeigte sich zufrieden, zum Relaunch
einer traditionsreichen Marke der italienischen Motorradproduktion
beigetragen zu haben.
Zahlen. Auch für Piaggio ist die Lage nicht einfach. Der Konzern meldete
im ersten Halbjahr einen siebenprozentigen Umsatzrückgang auf 900,3
Millionen Euro, der Nettogewinn sank um 8,2 Prozent auf 47,3 Millionen Euro.
Die Nettoverschuldung stieg von 269,8 Millionen Euro Ende Juni 2007 binnen
eines Jahres auf 326,9 Millionen Euro.








