Selber schrauben?
Motorradfahrer können in viele Gruppen eingeteilt werden: Cruiser und Crosser, Genussfahrer und Irre, Sonntagsfahrer und Alltagsheizer – aber auch in Schrauber und Nicht-Schrauber.

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Nicht-Schrauber kaufen sich ein relativ neues Bike und fahren damit. Sie lassen jede Kleinigkeit von einem Profi reparieren, wenn es gut läuft, prüfen sie den Reifendruck persönlich. Schrauber hingegen bauen in der Mittagspause mal schnell den Motor aus, weil sie ein verdächtiges Geräusch gehört haben – selbst wenn sich dieses anschließend nur als ungewohnter Handy-Klingelton herausstellt.
Selbst Hand anlegen. Erfahrungsgemäß vergrößert sich die Zuneigung zum eigenen Motorrad mit jeder Minute Aufmerksamkeit,die man als Besitzer investiert (und natürlich mit jedem problemlos gefahrenen Kilometer). Also wollen alle früher oder später einmal Hand an ihr Moped legen.
Doch was ist zu beachten?
Werkzeug: Wer schon einmal mit einer Pfanne einen Nagel in die Wand geschlagen hat, weiß wie wichtig das richtige Werkzeug ist. Vor allem Enduros werden mit Bordwerkzeug geliefert, aber nicht immer mit einem sehr geeigneten. Am besten lässt sich der Einsteiger von einem Profi beraten und Werkzeug für genau sein Modell und die geplanten Arbeiten zusammenstellen.
Hilfe aus dem Netz: Der Freund des Schraubers ist das Internet. Hier gibt es neben Anleitungen für die wichtigsten Wartungsarbeiten (siehe links) spezifische Info für beinahe jedes Modell. Auf ebay findet sich auch zu den exotischsten Oldtimern noch das passende Reparaturhandbuch und wer sein Motorradmodell in Google eintippt, findet ziemlich sicher ein Forum, wo die wahren Freaks ihre Erfahrungen weitergeben.
Tourencheck: Ansonsten gilt es, den Mechaniker seines Vertrauens zu finden: In manchen Werkstätten wird angeboten, Fahrer und Maschine auf die große Tour vorzubereiten. Klaus Popodi aus Mühldorf in Kärnten: "Man kann vor der Tour zu uns kommen und wir zeigen, was bei verschiedenen Notfällen zu tun ist". Allerdings sollte niemand auf die Idee kommen, jetzt in der Hochsaison mit so einer Bitte anzutanzen, denn da sind sowieso schon sämtliche Profischrauber restlos eingedeckt.
Kontrolle: Dem ÖAMTC ist es weniger wichtig, dass jeder Biker Erfolgserlebnisse beim Schrauben hat, sondern hofft auf Kompetenz der Fahrer bei Wartung und Kontrolle: Dort rät der Fachmann neben den üblichen Kontrollen zu einer Überprüfung des Lenkkopflagers – denn bleibt dieses beim Einlenken in eine Kurve stecken, ist ein Unfall nicht mehr zu vermeiden. ÖAMTC-Mitglieder können ihr Bike beim Klub durchchecken lassen.








