Hohe Präsenz der Polizei hält PS-Ritter im Zaum
Positive Zwischenbilanz des GTI-Treffens: weniger Anzeigen und Organstrafmandate. Exekutive setzt auf Reden und Kontakt. Hartes Zugreifen als letztes Mittel.

Foto © KLZ/TraussnigFreundlich, aber bestimmt verschaffen sich die Polizeibeamten Respekt
Der Villacher Ideenfabrikant und Generalfaschingsintendant Reinhard Eberhart brachte am Freitag anlässlich des GTI-Treffens am Wörthersee einen Vorschlag ein: Er wäre dafür, so Eberhart, die GTIler, die sich seiner Ansicht nach vorbildlich verhalten und in der Region nur positiv auffallen, in organisierten Sternfahrten zusammenzufassen und zu lenken: durch ganz Kärnten, mit Fahrschulungen bezüglich Tempo und Spritverbrauch.
So weit, so gut - aber vielleicht doch zu sehr durch die rosarote Eberhart-Brille betrachtet.
Tatsächlich aber verhalten sich die GTI-Fahrer heuer beim 30. Jubiläum der legendären Veranstaltung rund um das Kult-Auto gesitteter als je zuvor. "Bisher gibt es 15 Prozent weniger Anzeigen und um ein Viertel weniger Organstrafmandate", zieht Polizeisprecher Rainer Dionisio eine positive Zwischenbilanz bis zum gestrigen Freitag. Das Treffen dauert heuer schon seit zwei Wochen an, der Ansturm ist enorm: Bis zu 200.000 GTI-Fans dürften insgesamt angereist sein.
Wenig Unfälle
Da nimmt sich die Zahl der Unfälle gering aus: "Wir hatten bis Freitag sieben Unfälle mit acht Verletzten", so Dionisio. "14 Führerscheine wurden abgenommen, im Vorjahr waren es am zweiten Tag bereits 23", zählt der Polizeisprecher auf.
Der relativ ruhige Ablauf des Treffens ist laut Dionisio auf zwei Gründe zurückzuführen: die hohe Polizeipräsenz - seit zwei Wochen sind täglich zwischen 200 und 300 Beamte rund um den Wörthersee im Einsatz - und das ordentliche Einschreiten der Exekutive. "Die Kollegen setzen auf Kontakt, Reden, gutes Zureden und Aufklärung - und sie haben Erfolg damit", erklärt Dionisio. "Hartes Zugreifen und Strafen werden erst dann eingesetzt, wenn es nicht mehr anders geht." Die GTI-Fans hätten begriffen, dass sich Exzesse nicht auszahlen würden, sondern bei Bestrafung teuer kommen. Wer zum Beispiel beim "Gummi, Gummi" erwischt wird, muss 105 Euro Strafe zahlen. Und wer dazu anstiftet, wird ebenfalls bestraft. "Aber - wir brauchen uns nichts vorzumachen: Ohne Polizeipräsenz würden sofort Chaos und Exzesse ausbrechen", betont Dionisio.
Bei den Kontrollen liegt das Hauptaugenmerk auf Geschwindigkeit und Alkohol. Für technische Kontrollen ist der mobile Bundesprüfzug im Einsatz.
Features
Anreise-Tipps
Reifnitz. Alle, die Einfahrtsgenehmigungen besitzen, können am Samstag bis 10 Uhr problemlos in Reifnitz einfahren. Es gibt auch noch Tagestickets. Weitere Anreise-Tipps: Shuttlebusse von Klagenfurt und Velden, Wörtherseeschifffahrt, Taxi-Boote.















