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Jung, männlich, sucht das Gaspedal Der "große Bruder" fährt immer mit Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Mein Auto Nächster Artikel Jung, männlich, sucht das Gaspedal Der "große Bruder" fährt immer mit
Zuletzt aktualisiert: 07.03.2008 um 11:31 Uhr

Es ist amtlich: Frauen sind sicherere Autofahrer

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: 76 Prozent der Todesopfer im Straßenverkehr sind Männer, weibliche Verkehrsteilnehmer fahren sicherer und schneiden nicht zuletzt auch beim Thema Alkohol am Steuer und Umwelt viel besser ab.

Das vermeintlich "schwache" Geschlecht einmal mehr voran<br>

Foto © aboutpixel.de/svairDas vermeintlich "schwache" Geschlecht einmal mehr voran

Hat man die Wahl, in das Auto einer Frau oder eines Mannes einzusteigen, sollte man im Sinne der Sicherheit Fahrzeuge mit Lenkerinnen bevorzugen: Statistisch gesehen zeichnen sich diese durch weniger Todesfälle und umweltfreundlicheres Verhalten aus, erklärte der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) am Freitag in einer Aussendung anlässlich des Internationalen Frauentages. 76 Prozent der Verkehrstoten seien männlich, dies ergebe eine Analyse der Unfälle der Jahre 2000 bis einschließlich 2007.

Sicherer, nüchterner, defensiver. Frauen seien im Straßenverkehr einfach sicherer unterwegs, fahren langsamer, defensiver und sind seltener angetrunken, so der VCÖ. Bei tödlich verunglückten Pkw-Lenkern liege der Anteil der Männer sogar bei 78 Prozent. Besonders deutlich sei der Unterschied bei Alkolenkern, von denen in den vergangenen acht Jahren 88 Prozent männlich waren. 2007 waren 25 Prozent der Verkehrstoten weiblich. Wären Männer so auf Sicherheit bedacht wie Frauen, gebe es laut dem VCÖ um 50 Prozent weniger Todesopfer.

Umweltfreundlicher unterwegs. Punkto Umweltfreundlichkeit erzielten Männer laut der Untersuchung ebenfalls ein schlechteres Ergebnis: Sie legen nur ein Drittel ihrer Wege ohne Auto zurück, Frauen verzichten bei rund der Hälfte auf das Fahrzeug, gehen mehr zu Fuß und nutzen Öffis. Wegen der Unterschiede fordere man ein Gender-Budgeting für den Verkehrsbereich, erklärte der Club. Starke Indizien sprächen dafür, dass Frauen derzeit weniger profitieren, mehr Investitionen in den Öffentlichen Verkehr und eine fußgängerfreundlichere Verkehrsplanung sollten daher ein höheren Stellenwert erhalten.


Zweispurige

Deutliche Unterschiede gibt es nicht nur bei Pkw, sondern auch bei einspurigen Fahr-
zeugen:
70 Prozent der seit 2000 tödlich verunglückten Radfahrer waren männlich, bei Motorrädern lag auch hier der Anteil der weiblichen Todesopfer nur bei ca. vier Prozent. Sogar zu Fuß sind Frauen sicherer unterwegs.

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