Irak stoppt Öl-Exporte an die OMV
Aufgrund eines Streits um Verträge mit der Kurden-Region, hat der Irak die Ölzulieferung an den OMV-Konzern gestoppt. Der Konzernsprecher bleibt gelassen: "Wir sind auf der sicheren Seite".

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Aus Protest gegen einen Vertrag mit der
kurdischen Regionalregierung hat der Irak die Ölexporte an den
österreichischen Erdölkonzern OMV gestoppt. Diese Entscheidung des
Bagdader Ölministeriums gelte schon seit dem 1. Jänner, erklärte am
Samstag ein Ministeriumsmitarbeiter der US-amerikanischen
Nachrichtenagentur Associated Press. Das irakische Ölministerium
betrachtet die Verträge mit der faktisch autonomen Kurden-Region im
Nordirak als illegal.
Kein Kommentar.
OMV-Sprecher Thomas Huemer wollte die Entscheidung der irakischen
Regierung auf Anfrage der Austria Presse Agentur nicht kommentieren. Er bestätigte aber, die
Entscheidung stehe im Zusammenhang mit einer Erdölexplorationslizenz,
die die kurdische Regionalregierung der OMV erteilt habe. Die OMV sei
wie andere internationale Firmen der Meinung, dass die irakische
Verfassung solche Verträge erlaube. "Wir sind auf der sicheren
Seite", betonte Huemer. Er verwies darauf, dass schon mehr als 15
internationale Firmen Verträge mit der kurdischen Regionalregierung
abgeschlossen hätten, darunter US-amerikanische, norwegische und
kanadische Unternehmen.
"Keine Schwierigkeiten".
Auch den Lieferstopp sieht die OMV ihrem Sprecher zufolge
gelassen. Die OMV habe bisher nur einen geringen Teil ihres Erdöls
aus dem Irak importiert. Im Jahr 2006 seien dies 144.000 von
insgesamt 19 Millionen Tonnen gewesen, sagte Huemer. Durch einen
Exportstopp des Irak seien "überhaupt keine Schwierigkeiten" zu
erwarten. Die OMV beziehe ihr Öl nämlich aus 15 verschiedenen
Staaten. Außerdem werden diese Einkäufe über den Weltmarkt
abgewickelt.
Features
Lieferungs-Stopp
Das irakische Ölministerium hatte zuvor bereits die Lieferungen an den südkoreanischen Konzern SK Energy gestoppt. Die Gründe waren die selben.
Gesetz
Im Irak wird seit April über die Kontrolle der Öl- und Gasfelder gestritten. Wegen des Konflikts verzögert sich ein Gesetz, das ausländische Investitionen in diesem Gebiet regeln soll.













