Rolls-Royce muss 2.300 Jobs streichen
Der Aderlass, obwohl die Auftragslage auf Rekordstand ist, hat besondere Gründe: Das Pfund steht auf höchstem Stand seit 26 Jahren, der Dollar schwächelt weiterhin.

Foto © APAProbleme bei Motoren-Hersteller
Der britische Motoren-Hersteller Rolls-Royce will weltweit rund 2.300 Stellen streichen. Betroffen vom Arbeitsplatzabbau seien unter anderem Großbritannien, Deutschland, mehrere nordische Länder sowie die USA, teilte die Rolls-Royce-Gruppe am Freitag mit. Grund für die Einsparungen seien der schwache US-Dollar und steigende Rohstoffkosten. Der Jobabbau soll zum Teil durch natürliche Fluktuation erreicht werden.
Sparstift. Gekürzt werden solle in den Bereichen Verwaltung und Management, so das Unternehmen. In Großbritannien wolle der Konzern die Reduzierung von Mitarbeitern auf freiwilliger Basis erreichen, teilte Rolls-Royce weiter mit. Die Restrukturierung werde sich nicht auf das Konzernergebnis von 2007 auswirken. Weitere Einzelheiten nannte das Unternehmen zunächst nicht.
Rekordstand. Rolls-Royce betonte gleichzeitig, die Aufträge hätten einen Rekordstand erreicht. Wie viele Unternehmen, die einen Großteil ihres Geschäfts in der US-Währung abwickeln, hat Rolls-Royce jedoch infolge des schwachen Dollars Einbußen hinnehmen müssen. Das britische Pfund erreichte im vergangenen Jahr den höchsten Stand zum Dollar seit 26 Jahren.
Features
Firmenprofil
Rolls-Royce beschäftigt 40.000 Mitarbeiter in 50 Ländern.
Rund 23.000 davon arbeiten in Großbritannien. In Deutschland
beschäftigt das Unternehmen 2.300 Mit-
arbeiter. Rolls-Royce baut
Motoren für die zivile und militärische Luftfahrt, Schiffsmotoren und
An-
triebe für den Energie-
sektor.













