Kahlschlag bei Autohersteller Karmann: Anschlussaufträge fehlen
Der unter wegbrechenden Aufträgen leidende Autozulieferer will noch im Jänner alleine 580 Stellen an seinem Stammsitz in Osnabrück streichen.

Foto © Karmann
580 betriebsbedingte Kündigungen würden ausgesprochen, teilte Karmann am Montag mit. Im Herbst sollen dort weitere 290 Arbeitsplätze abgebaut werden. Dem ausgehandelten Sozialplan zufolge soll eine Transfergesellschaft den Betroffenen helfen, neue Stellen zu finden.
Aufträge fehlen. Hintergrund sind fehlende Anschlussaufträge für Nischenmodelle von den großen Autoherstellern. In Rheine am Niederrhein baut Karmann das Audi A4 Cabrio, der Auftrag läuft aber im Herbst 2008 aus. Dann sollen dort nur noch 100 von 1.000 Stellen übrigbleiben. Künftig werden in Rheine nur noch Cabriodächer gebaut. Die Sozialplan-Verhandlungen für den Standort sind noch nicht
abgeschlossen.
2009 droht Aus. Auch in Osnabrück, wo unter anderem der Mercedes CLK von Daimler produziert wird, droht 2009 das Aus für den Gesamtfahrzeugbau, wenn es nicht gelingt, bis Juli einen neuen Auftrag zu gewinnen. "Wir bemühen uns weiterhin mit aller Kraft um Einwerbung von Aufträgen", sagte ein Firmensprecher. "Wir sprechen mit allen über alles".
Features
Magna-Konkurrent
Bereits im Oktober 2007 hatte Karmann angekündigt, in Osnabrück und in
Rheine fast 1.800 von 5.000 Arbeits-
plätzen in Deutschland zu
streichen. Karmannn ist als Auftragsproduzent von Nischenfahrzeugen
großer Hersteller ein Mitbewerber von Magna Steyr.













