Österreichs Baustellen im internationalen Vergleich vorne mit dabei
Einziger Wermutstropfen: Das Urteil für die Baustelle bei Pörtschach auf der Südautobahn (A2) fiel "mangelhaft" aus.

Foto © ReutersÖAMTC testete 50 Großbaustellen
Wenn auch viele heimische Autofahrer Baustellen als
ärgerlich empfinden mögen, sie dürfen sich zumindest sicher fühlen:
Gemeinsam mit seinen europäischen Partnerclubs testete der ÖAMTC 50
Großbaustellen in elf Ländern. Laut Ergebnis sind Bereiche, in denen
gebaut wird, in Österreich topp. Im Rahmen des Tests, bei dem unter
anderem Beschilderung, Verkehrsführung und Fahrsicherheit begutachtet
wurden, schnitten sechs von sieben Baustellen in der Alpenrepublik
"ausreichend" oder besser ab.
Baustelle bei Pörtschach problematisch. Die Baustelle bei Enns auf der Westautobahn (A1) durfte sich gar
mit dem Lorbeerkranz des Siegers schmücken. Baustellen bei Wolfsberg
(A2), Amstetten und Vorchdorf (beide A1) erhielten die Bewertung
"gut". Für Baubereiche bei St. Pölten (A1) und Seebenstein (A2) gab
es immerhin noch "ausreichend". Einziger Wermutstropfen: Das Urteil
für die Baustelle bei Pörtschach auf der Südautobahn (A2) fiel
"mangelhaft" aus. Die Verkehrsführung fiel den Testern negativ auf,
Abstriche gab es auch bei der Sicherheit.
Verkehrsadern stark veraltet. Als generell problematisch wertet man beim ÖAMTC den Allgemeinzustand der
Verkehrsadern in Österreich: Teilweise sind diese so alt, dass sie
generell erneuert werden müssen. So würde die Erweiterung der
Südautobahn auf vier Fahrstreifen pro Richtung noch jahrelang dauern.
Daneben gäbe es "Sparautobahnen", die zu schmal gebaut worden sind.
Dazu zählen laut Autofahrerclub der Wechselabschnitt auf der A2,
Teile der Ostautobahn (A4) und weite Abschnitte der Pyhrnautobahn
(A9) zwischen dem Voralpenkreuz und Gratkorn in der Steiermark. Als
sanierungsbedürftige Sorgenkinder gelten weiters die Semmering
Schnellstraße (S6) und die Murtal Schnellstraße (S36).
Mangelhaft. Wenig Grund zur Freude dürfte das Testergebnis den deutschen
Nachbarn gegeben haben: Kein "sehr gut", drei "gut", zwei
"ausreichend" und drei "mangelhaft". Ein schwaches Ergebnis fuhr auch
die Schweiz ein, Defizite gab es vor dort allem bei der Sicherheit.
Schlimm die Situation in Slowenien: Eine Baustelle wurde als "sehr
mangelhaft", eine als "mangelhaft" bewertet. Bei drei kontrollierten
Baustellen in Kroatien wurde dort lediglich eine als "ausreichend"
beurteilt, die restlichen beiden wurden als "mangelhaft" eingestuft.
Auch in den nordischen Ländern wie Dänemark oder den Niederlanden ist
es laut Test um die Sicherheit in Baustellenbereichen nicht gut
bestellt.
Features
Italien zeigt auf
Mit einem erfreulichen Ergebnis ließ Italien aufhorchen: Mit viermal "gut" und einem Mal "ausreichend" legte das Land das negative Bild früherer Tests ab und positionierte sich im Spitzenfeld.













