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Zuletzt aktualisiert: 21.08.2007 um 16:25 Uhr

Baustellen: 27 Prozent der Autofahrer zu schnell

Das Risiko, im Baustellenbereich in einen Unfall verwickelt zu werden, ist um zehn Prozent höher als in normalen Verkehrssituationen.

Zu geringer Abstand, zu schnell unterwegs: Baustellen werden zur Gefahrenzone

Foto © APAZu geringer Abstand, zu schnell unterwegs: Baustellen werden zur Gefahrenzone

Ein brisantes Thema gerade im sommerlichen Reiseverkehr: Immer wieder zwingen Baustellen auf Österreichs Autobahnen zum Langsamfahren. Oder nicht: Laut einer Studie des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KfV), die am Dienstag in Wien vorgestellt wurde, halten sich 27 Prozent aller Autofahrer nicht an Tempolimits in den Risikozonen. Im Vergleich zu hindernisfreien Straßenabschnitten ist das Unfallrisiko dort um zehn Prozent höher.

Auffahrunfälle am häufigsten. 2006 entfielen 5,45 Prozent aller Verkehrsunfälle auf Autobahnen auf Kollisionen in Baustellenbereichen. Häufigste Ursache war mit 65 Prozent Anteil das Auffahren auf ein Hindernis. Abkommen von der Straße (16 Prozent), Zusammenstöße beim Fahrstreifenwechsel (14 Prozent) sowie Streif- und Frontalkollisionen (fünf Prozent) folgten weit dahinter. Die Verletzungsschwere bei derartigen Unfällen war mit zwei Prozent getöteten und 26 Prozent schwer verletzten Opfern hingegen geringer als bei Unfällen auf normalen Streckenabschnitten (fünf Prozent Tote und 30 Prozent Schwerverletzte).

Besondere Gefahrenzonen. Die Wahrscheinlichkeit, in einen Unfall verwickelt zu werden, liegt im Umfeld von Baustellen dennoch um zehn Prozent über jener außerhalb dieser Zonen. Besonders gefährlich sind die sogenannten Vorlauf- und Verzweigungsbereiche: Dort ist das Risiko bis zu viermal so hoch als im Bereich der Baustelle selbst.

Baustellen "unnötig". 57 Prozent der befragten Verkehrsteilnehmer gaben an, dass sie Autobahnbaustellen manchmal für unnötig hielten. Den Grund dafür ortete Othmar Thann, Direktor des KfV, unter anderem darin, dass oft der Eindruck entstünde, auf Baustellen würde ohnehin nicht gearbeitet. Dies entspreche allerdings nicht der Wahrheit. Arbeitsunterbrechungen seien oftmals technisch bedingt. Nur "Kamizkazefahrer" würden sich dennoch zum Schnellfahren in Bereich von Baustellen verleiten lassen.


Fakten

Um die Unfallgefährdung zu senken, empfiehlt das Kuratorium für Verkehrs-sicherheit kürzere Betriebs-zeiten der Baustellen. Weiters sollten frühere Ankündi-gungen, das Aufstellen von Radargeräten sowie die Überwachung des Abstands zwischen den Fahrzeugen dazu beitragen, die Unfallrate zu senken.

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