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Zuletzt aktualisiert: 20.06.2008 um 13:33 Uhr

Sicher in den Urlaub mit Wohnwagen und Co.

Campern fehlt Fahrroutine, warnt der ÖAMTC. Die wichtigesten Tipps für alle, die sich mit dem Wohnwagen-Gespann oder Wohnmobil auf den Weg in den Urlaub machen.

Bei der Fahrt mit dem Wohnwagen längeren bremsweg bedenken!

Foto © ÖAMTCBei der Fahrt mit dem Wohnwagen längeren bremsweg bedenken!

Ob es nun um das Kurvenfahren, Verhalten in einer Notsituation oder einfach nur ums Rangieren geht - mit Anhänger reagieren Fahrzeuge einfach anders, als man es gewohnt ist", erläutert ÖAMTC-Fahrsicherheitsexperte Franz Fabian. Eine unbeschwerte Urlaubsreise mit Gespann setzt entsprechende Vorbereitung und umsichtige Fahrweise voraus.

Alte Reifen

Audio

Tipps vom Fahrsicherheitsexperten Franz Fabian

Die wichtigste technische Voraussetzung für eine sichere Fahrt mit einem Wohnanhänger sind gute Reifen. Die Pneus auf Wohnwägen haben oft nur wenige Kilometer hinter sich, sind aber schon viele Jahre alt. Der Gummi ist merkbar gealtert, es können sich Risse gebildet haben.
Falscher Reifendruck

Fakten

Laut einer Untersuchung des ÖAMTC sind in Österreich rund 50 Prozent aller Fahrzeuge mit falschem Reifendruck unterwegs.

Reifenschäden durch falschen Luftdruck sind die Unfallursache Nummer eins. "Viele Unfälle mit einem Wohnwagen passieren wegen Reifenschäden, zu 80 Prozent spielt der falsche Reifendruck eine Rolle", sagt der ÖAMTC-Experte. "Schon ein halbes Bar zu niedrig kann kritisch sein. Ein Reifen mit zu wenig Luft beginnt auf der Autobahn bei höherer Geschwindigkeit und langer Fahrt zu 'walken'. Hat es dazu noch hohe Temperaturen, erhitzt sich die Luft im Reifen immer mehr und dehnt sich aus. Im schlimmsten Fall schält sich die Lauffläche richtiggehend ab, ein Unfall ist dann unvermeidlich."

Längerer Bremsweg
Sowohl Reisemobile als auch Anhänger haben einen längeren Bremsweg als der vertraute Pkw. Das Abstandsverhalten und das Tempo müssen angepasst werden. "Bei älteren Fahrzeugen ist außerdem die Bremstechnik noch nicht so entwickelt wie bei neueren Fahrzeugen. Der Bremsweg kann länger sein als bei einem modernen 40-Tonnen-Lkw", sagt Fabian.
Fahrverhalten
Mit einem beladenen Wohnmobil benötigt man deutlich mehr Zeit zum Beschleunigen. Überholmanöver müssen deshalb wohl überlegt sein. Außerdem sind durch den höheren Schwerpunkt nur geringe Kurvengeschwindigkeiten möglich und Ausweichmanöver brauchen das ganze Können des Fahrers.
Gefahr durch Seitenwind
Ein Wohnwagen-Gespann bietet dem Wind eine große Angriffsfläche. Das Fahrzeug kann bei einem Sturm leicht um einige Meter versetzt werden oder es beginnt zu schaukeln. Bei zu hohem Tempo kann sich ein Wohnwagen ohne Zutun des Windes aufschaukeln.
Richtige Beladung
Entscheidend für die Fahrstabilität ist eine richtige Beladung und Gewichtsverteilung. Schwere Gewichte gehören möglichst unten und bestenfalls in Achsnähe oder zwischen den Achsen transportiert. Wichtig ist, die Ladung richtig, das heißt gleichmäßig und gut befestigt, zu verstauen.


Tipp

Camper sollten den Reifen-
rechtzeitig
vor der Abfahrt kontrollieren. timmt der Druck zwei Tage nach der ersten Überprüfung noch immer, hat man die Sicherheit, dass das Reifenventil oder der Gummi selbst nicht beschädigt sind.

Fahrtechnik-Training

Für Fahrer von Wohnwagen-
Gespannen bietet der ÖAMTC in seinen Fahhrsicherheits-
zentren
spezielle Trainings an. Dabei werden Bremsver-
halten, Kurventechnik, richtige Beladung und Gefahrensituationen
geübt.

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