Westeuropäer kaufen weniger Autos
Die Nachfrage nach Neuwagen ist seit dem letzten Jahr abermals gesunken. Die Hoffnung der Hersteller ruht auf dem osteuropäischen Markt.

Foto © APAAllein in Deutschland ging die Nachfrage um elf Prozent zurück
Die Pkw-Nachfrage in Europa kommt nicht in
Schwung. Im Mai sank die Zahl der neu registrierten Fahrzeuge mit 1,4
Millionen Einheiten zwei Prozent hinter dem Vorjahresmonat zurück,
wie der Verband der Automobilindustrie (VDA) in Deutschland am
Mittwoch mitteilte.
Im Westen wenig Nachfrage. Die Nachfrage schwächelt nicht nur auf dem größten europäischen
Markt in Deutschland (minus elf Prozent), sondern auch in Frankreich
(minus drei) und Großbritannien (minus zwei). Unter den fünf größten
Ländern legten die Neuzulassungen nur in Italien (plus sieben
Prozent) zu, in Spanien stagnierten sie. Die italienische Regierung
kurbelt den Pkw-Absatz mit zweijähriger Steuerbefreiung sowie einer
Verschrottungsprämie für alte Autos an.
Osteuropa legt zu. Während die Verkäufe in Westeuropa um 2,5 Prozent sanken, legte
sie in Osteuropa um zwei Prozent zu. Vor allem in Polen (plus 26
Prozent) und Slowenien (plus zwölf Prozent) fiel der Zuwachs kräftig
aus.
Mehr Nachfrage nach Dieselfahrzeugen. Seit Jahresbeginn lag der Absatz in Europa mit annähernd sieben
Millionen Pkw und Kombi 0,6 Prozent unter dem Vorjahr. Weiter
zugelegt hat nach VDA-Angaben die Nachfrage nach Dieselfahrzeugen,
deren Anteil an den Zulassungen in Westeuropa bei 52 Prozent liegt.













