Blinkverzicht bei Wiens Ampeln: Häupl akzeptiert Faymanns Ablehnung
Die Teststrecke, auf der Grünblinken abgeschafft werden sollte, kommt nicht. Häupl begründet: "Der Verkehrsminister will das nicht".

Foto © Thomas Golser
Nach der Ablehnung durch Verkehrsminister Werner
Faymann (S) wird es in Wien keinen Pilotversuch zum Verzicht auf das
Grünblinken von Ampeln geben. "Der Verkehrsminister will das nicht.
Damit ist die Sache beendet", erklärte Bürgermeister Michael Häupl
(S) am Dienstag in seiner wöchentlichen Pressekonferenz im Rathaus.
Fakten
Insgesamt ist laut KfV jeder sechste Unfall in Österreich auf das "Überfahren" einer roten Ampel zurück-
zuführen. Generell verunglückt alle zwei Stunden ein Verkehrs-
teilnehmer an einer "Ampel-Kreuzung".
Verkehrssicherheit. Zur öffentlich ausgetragenen Meinungsverschiedenheit zwischen dem Wiener Verkehrsstadtrat Rudolf Schicker (S) und Faymann (bis vor kurzem Wiener SP-Wohnbaustadtrat) meinte Häupl lakonisch, er vergönne beiden Herren ihren Spaß. Nun sei die Diskussion aber beendet. Schicker hatte sich im Sinne einer europäischen Vereinheitlichung für den Versuch ausgesprochen. Verkehrssicherheit sei kein Thema für Experimente, hatte dagegen Faymann erklärt. Die auch für den Versuch notwendige Änderung der Straßenverkehrsordnung verweigerte er daher.
Features
Zum Thema
KfV konstatiert
Eine rote Ampel ist für fast jeden zehnten
Lenker im Land kein Grund, Kreuzungen nicht zu
überqueren.
Im Durchschnitt gibt es hier zu Lande an jeder einzelnen
Kreuzung alle acht Minuten eine Rotlichtüberfahrt - pro Sekunde
ignorieren demnach österreichweit sechs Auto-
fahrer das rote
Haltesignal.
Foto

Foto © www.pixelio.de













