Politikerreaktionen zur Verkehrsbilanz: Tempo 80
Jörg Haider will, dass sich die Landeshauptleutekonferenz mit Verkehrssicherheit befasst. Grüne für Tempo 80, FP und BZÖ dagegen.

Foto © APA
Der Anstieg der Zahl der Todesfälle am
Pfingstwochenende im Vergleich zu den vergangenen Jahren führte am
Dienstag zu mehreren Stellungnahmen. Sie betrafen vor allem die
Frage, ob Tempo 80 im Überlandverkehr gerechtfertigt wäre oder nicht.
Handlungsbedarf.
Der Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider (BZÖ) will das Thema
Verkehrssicherheit auf die Tagesordnung der nächsten
Landeshauptleute-Konferenz bringen. Die Unfallbilanz des
Pfingstwochenendes zeige massiven Handlungsbedarf im Bereich der
Sicherheit im Straßenverkehr, betonte er am Dienstag.
Exekutive aufstocken.
Neben verstärkter Aufklärung müsse es laut Haider zu einer
Aufstockung der Exekutive kommen, um ausreichende Kontrollen zu
ermöglichen. Er erwarte sich auch von Verkehrsminister Werner Faymann
(SPÖ) Vorschläge zur Steigerung der Verkehrssicherheit, meinte der
Landeshauptmann in einer Aussendung.
Unfallursache Nummer 1.
"Unfallursache Nr. 1 ist - auch im Pfingstverkehr - zu hohe
Geschwindigkeit, deshalb muss Rasen ein Vormerkdelikt werden und
Tempo 80 auf Freilandstraßen gelten", forderte die Verkehrssprecherin
der Grünen, Gabriela Moser. Die massiv steigende Zahl der
Verkehrstoten im ersten Halbjahr 2007 verlange nach raschem Handeln,
verstärkte Kontrollen alleine nutzen nichts. Schnelles Fahren dürfe
kein Kavaliersdelikt mehr sein. Die nötige Verhaltensänderung könne
nur durch Bewusstseinsbildung gekoppelt mit legistischen Maßnahmen
erzielt werden.
Tempo 80.
Gegen eine generelle Tempo-80-Beschränkung für Pkw auf den
Bundesstraßen sprach sich der Generalsekretär und Verkehrssprecher
der FPÖ, NAbg. Harald Vilimsky, aus. Die Antwort auf den hohen
Blutzoll des vergangenen Pfingstwochenendes könne nur sein, dass die
Exekutive angehalten werde, die Geschwindigkeitskontrollen
auszuweiten und mehr Präsenz zu zeigen. Dazu bedürfe es vor allem
wesentlich mehr Polizisten auf den Straßen.
Rekordbilanz.
BZÖ-Generalsekretär Gerald Grosz: "Die traurige Rekordunfallbilanz
zu Pfingsten zwingt eindeutig zum Handeln. 21 Verkehrstote an einem
Wochenende zeigen, dass die Kontrollen bei weitem nicht ausreichend
sind." Verkehrsminister Wernter Faymann (SPÖ) solle mehr Mittel für die
Exekutive im Verkehrsbereich bereitstellen.













