VP fordert mehr Fahrstunden für PS-starke Autos
Maßnahme soll jungen Autolenkern zugute kommen. Verkehrsexperte des Landes hinterfragt Überprüfbarkeit. Er will stattdessen Fahrsicherheitstraining ausbauen.

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18-jährige im Geschwindigkeitsrausch in PS-starken Pkw. Die Folgen sind allzu oft tragisch: Schwere Unfälle, Tote. Vor diesem Hintergrund will die ÖVP Führerschein-Maßnahmen für junge Leute diskutieren. ÖVP-Jugendsprecher Stephan Tauschitz will mit dem Ansatz vorpreschen, dass Jugendliche künftig nur dann PS-starke Autos lenken dürfen, wenn sie mehr Fahrstunden als üblich absolviert haben. Das Modell soll in Anlehnung an die leistungsbezogenen Führerschein-Stufen für Motorräder erfolgen: AL und A (Leichtmotorrad und Motorrad).
PS-Limits. Für Pkw-Fahrer denkt Tauschitz an Eintragungen im Führerschein, konkret an PS-Limits. "Hat einer mehr Fahrstunden absolviert, gibt es die Eintragung, dass er PS-stärkere Autos fahren darf." Die ÖVP will im heutigen Landtag einen entsprechenden Antrag einbringen und bewirken, dass bei einer Enquete mit Experten diskutiert wird.
Spielräume nutzen. Albert Kreiner, Chef der Verkehrsabteilung des Landes, relativiert den Vorstoß: Zum einen sei das Führerscheingesetz Bundesangelegenheit, zum anderen müssten die EU-Richtlinien mit fix festgelegten Kraftfahrklassen berücksichtigt werden. "Da kann man nur Spielräume ausnützen."
Wichtige Diskussion. Weil 18- bis 24-Jährige die auffälligste Gruppe bei Unfällen seien, hält Kreiner die Diskussion über Verkehrssicherheit sehr wohl für wichtig. Er schlägt vor, die derzeit schon gesetzlich nach der Führerscheinprüfung vorgeschriebene Mehrphasenausbildung auszubauen: Vor allem das Fahrsicherheitstraining. Der Verkehrsexperte hinterfragt zudem die Kontrollmöglichkeit der VP-Variante: Die wäre nur bei Anhaltungen gegeben. Denn bei Radar-Strafen würde jeder 18-jährige sagen, sein Vater sei gefahren.













