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Zuletzt aktualisiert: 30.08.2007 um 13:15 Uhr

800 Millionen fehlen im Straßenbau

Nur 31 von 88 nötigen Bauprojekte können bis 2012 auf steirischen Straßen umgesetzt werden. 216 Millionen Euro stehen dafür zur Verfügung.

Foto © APA

"Eigentlich müssten wir 88 Bauprojekte auf den steirischen Bundes- und Landesstraßen bis 2012 erledigen, doch dazu fehlt das Geld", erklärt Verkehrslandesrätin Kristina Edlinger-Ploder. 1,1 Miliarden Euro wären für all das nötig, doch nur 216 Millionen stehen dem Verkehrsressort für den Aus- und Neubau und Sanierungsarbeiten zur Verfügung. "Deshalb können wir nur 31 Projekte umsetzen, höchste Priorität hat dabei die Verkehrssicherheit", so Edlinger.

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Foto vergrößernEdlinger-PloderFoto © APA

Verteilung der Gelder. Pro Jahr sind im Budget des Verkehrsressorts nun 80 Millionen Euro für den Straßenbau vorgesehen. 30 Millionen davon fließen in den Neu- und Ausbau, die restlichen 50 Millionen Euro werden allein für die Bestandserhaltung von Fahrbahnen, Brücken und Tunneln benötigt. 1400 Kilometer Straße werden damit in Schuss gehalten, auf den verbleibenden 3600 Kilometern des steirischen Straßennetzes können keine Maßnahmen durchgeführt werden. Fix abgesichert sind die 31 Bauvorhaben im Budget bis 2008.

Bauprogramm. Zu den größten Projekten (siehe Grafik rechts) zählt etwa der Neubau der Hochstraße in Bruck, die die alte "Spinne" ersetzen wird. Ganz wichtig auch die schon heiß erwartete Lawinen-Galerie auf der Salzkammergut- Straße im Bereich Untergrimming, die um 120 Meter verlängert wird. Die teuerste steirische Baustelle wird das Projekt Querspange Gnas mit insgesamt knapp 30 Millionen Euro.

Neue Ortsumfahrungen. Für eine Verkehrberuhigung werden künftig einige neue Ortsumfahrungen sorgen. So etwa in Hausmannstätten und Frohnleiten. Auch in Hartberg, Preding bei Weiz und Wildon werden Umfahrungsstraßen errichtet. Begleitwege entstehen unter anderem bei St. Margarethen, Gosdorf und Wörschach. "Jährlich werden außerdem zwei Millionen Euro in die Errichtung von Lärmschutzmaßnahmen investiert", erklärt Edlinger-Ploder.

Langfristige Investitionen. Zwar ist man im Verkehrsressort trotz knapper finanzieller Mittel mit dem aktuellen Bauprogramm zufrieden, langfristig stehen im steirischen Straßennetz viele Investitionen an: "Der Großteil der Straßen und Brücken ist 20 bis 45 Jahre alt und müssen dringend erneuert werden." Die Forderung: Das Budget soll auf 130 Millionen Euro erhöht werden.

ELISABETH PÖTLER, ANDREA STANITZNIG

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Grafik © Verkehrsresort Land Steiermark

Grafik vergrößernStraßenbau 2007/2008 in der SteiermarkGrafik © Verkehrsresort Land Steiermark

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