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Zuletzt aktualisiert: 14.03.2007 um 16:48 Uhr

In Osteuropa wird ein Auto 23 Prozent billiger produziert

Neue Studie zeigt: Personalkosten sind im Osten um 60 Prozent niedriger.

Foto © APA

In Osteuropa kann nach einer Studie ein Automobil etwa um 23 Prozent billiger produziert werden als in Deutschland. So liegen allein die Lohnkosten für ein Kompaktfahrzeug der Golfklasse in Deutschland bei 1.926 Euro, in Osteuropa bei 770 Euro, berichtete Prof. Willi Diez vom Institut für Automobilwirtschaft in Geislingen (Baden-Württemberg) am Mittwoch. Die osteuropäischen Niedrigkostenländer verfügten über einen Personalkostenvorteil von 60 Prozent.

Kostenfrage. Während die Lohnkosten für ein Auto der Golfklasse in Deutschland nur etwa 15 Prozent der Produktionskosten ausmachten, lägen die Materialkosten als größter Kostenposten bei 6.584 Euro. Auch hier gibt es in Osteuropa laut der Studie große Vorteile mit einem Materialkostenblock von 5.065 Euro.

Massive Unterschiede. Diez legte seiner Studie folgende Angaben zu Grunde: Das Auto wird in Deutschland vom Hersteller für 12.423 Euro produziert (Osteuropa: 9.527 Euro). Der Gewinn liegt bei 612 Euro (Ost: 476 Euro). Der Werksabgabepreis in Deutschland beläuft sich somit in Deutschland auf 13.044 Euro, im Osten auf 10.003 Euro. Bei Händlermargen von 2.611 Euro (Deutschland) und 1.801 Euro (Osteuropa) liegt der Netto-Listenpreis in Deutschland bei 15.655 Euro, in Osteuropa bei 11.804 Euro. Für den Endverbraucher kommen noch regional unterschiedliche Steuern dazu.


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