Chrysler wird weder versteigert noch aufgespalten
Finanzinvestoren strecken Fühler nach Chrysler aus - eine Abspaltung des Leasing-Geschäfts wäre möglich.

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Der deutsch-amerikanische Autokonzern DaimlerChrysler hat sowohl eine Versteigerung als auch einen Teilverkauf seiner verlustreichen US-Tochter ausgeschlossen. Nach dreiwöchigen Spekulationen über die Zukunft von Chrysler und die 1998 geschlossene Firmenehe mit Daimler-Benz betont DaimlerChrysler-Chef Dieter Zetsche nun die Möglichkeit, Chrysler möglicherweise doch im Konzernverbund zu belassen.
Keine Versteigerung. Ein Auktionsprozess zur Abtrennung von Chrysler sei nicht Bestandteil der gegenwärtigen Analyse, sagte ein Sprecher von DaimlerChrysler am Mittwoch auf dem Autosalon in Genf. Der 2005 von Chrysler an die Konzernspitze gewechselte Zetsche hatte Mitte Februar angekündigt, alle Optionen zu prüfen, um die Zukunftsaussichten für den erneut in die Verlustzone abgerutschten Autobauer Chrysler und den Konzern zu verbessern. Damit hatte er erstmals eine Abtrennung oder einen Verkauf von Chrysler offen in Erwägung gezogen, was die DaimlerChrysler-Aktie kräftig nach oben trieb. Am Tag vor dem Start des Genfer Autosalons legten die Papiere weitere 0,9 Prozent auf 52,46 Euro zu.
Keine Aufspaltung. Eine Aufspaltung der Markengruppe Chrysler schloss Zetsche kategorisch aus. "Chrysler ist sehr stark integriert", sagte Zetsche der "New York Times" am Rande des Genfer Autosalons. Die technischen Plattformen gingen quer über die Marken Dodge, Chrysler und Jeep, was eine Trennung der Marken problematisch mache. Gegen eine Filetierung spricht auch, dass in einigen Montagewerken Fahrzeuge mehrerer Marken von den Bändern laufen. Zuletzt war spekuliert worden, DaimlerChrysler könne etwa die Geländewagen-Marke Jeep bei einem Verkauf der US-Tochter behalten, da diese die größte Nähe zum Fahrzeuggeschäft der Konzernschwester Mercedes-Benz aufweist. Die Marke Dodge richtet sich an Kunden, für die starke Motorisierung und hohe Nutzlast wichtig sind, Chrysler steht für Design und Minivans.
Keine Kauf-Interessenten. Aus der Branche hat bis zuletzt niemand ernsthaftes Interesse an Chrysler bekundet. Im Gegensatz dazu hat Chrysler jedoch offenbar das Interesse kapitalkräftiger Finanzinvestoren geweckt. Der bereits bei der Deutschen Telekom engagierte US-Finanzinvestor Blackstone prüft einer mit Situation vertrauten Person zufolge ein Übernahmeangebot. Einem Bericht der US-Zeitung "Detroit News" zufolge hat auch der Finanzinvestor Cerberus seine Fühler ausgestreckt.
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Skeptisch
Branchenexperten sind skeptisch, ob ein Einstieg von
Finanzinvestoren in das Automobilgeschäft erfolgreich verlaufen
würde.
Porsche-Chef Wendelin Wiedeking sagte auf dem Autosalon in
Genf: "Das Autogeschäft ist sehr komplex. Da kann man schnell sehr
viel Geld verbrennen".













