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Zuletzt aktualisiert: 09.02.2007 um 11:46 Uhr

Prinzip Hoffnungsträger: Chevrolet Sequel

Exklusiv: Erste Ausfahrt mit dem Brennstoffzellen-Prototypen Chevrolet Sequel - und die Zukunft der schadstofffreier Autos und des Wasserstoffs.

Foto © Chevrolet

In aller Bescheidenheit hat General Motors dem Chevrolet Sequel den Titel "Die Neuerfindung des Autos" gegeben. Sagen wir es so: Es ist ein wichtiger Schritt. Wasserstoff & Brennstoffzelle gehören tatsächlich die Zukunft. Denn Autos dieser Art erreichen einen idealen Emissionsstandard: Null. Statt CO2 und Feinstaub geben sie Wasserdampf und Wasser ab.

Extrem teuer. Derzeit kommt die Produktion von Wasserstoff noch extrem teuer und ist im Falle der Elektrolyse kostenintensiv. Logischerweise betrachtet macht ein mit Wasserstoff betriebenes Fahrzeug auch nur dann Sinn, wenn der Wasserstoff aus erneuerbaren Energien gewonnen wird - also aus Windkraft oder Sonnenenergie. Bisher war man aber technisch nicht in der Lage, Wasserstoff in so großen Mengen herzustellen, um an einen großformatigen Umstieg überhaupt denken zu dürfen. Denn zwischen romantischen grünen Ideen und üppigen politischen Versprechungen gibt es immer noch die Kostenwahrheit.

Atomlobby contra Grüne. Die Atomlobby wittert deshalb seit zwei Jahren ihre große Chance und behauptet nur die Atomkraft könne dieses Problem kostensparend überwinden, vor allem Frankreich und die USA werden nicht müde zu erklären, dass der Atomstrom günstig wie kein anderer sei. Abgesehen vom Atommüll, dem nicht unbedingt ein besserer Ruf als den CO2-Werten vorauseilt ortet Erwin Mayer von Greenpeace ein anderes Problem: "Die alte Atomkraft ist billig, weil sie steuerlich längst abgeschrieben ist. Wenn Sie heute ein neues bbauen kostet das vier Milliarden Euro, die Abwrackungskosten eingerechnet noch einmal die gleiche Summe".

Zukunftsvisionen. Mayer hat aber einen Vorschlag von Wissenschaftern der TU Wien, der Realitätscharakter besitzt: die sogenannten Offshore-Windparks. "Windräder vor der Küste auf Plattformen, wir reden von paar Zehntausend, mit denen man Wasserstoff für ganz Europa erzeugen könnte". Gute Aussichten also für den Sequel, dessen Technik laut GM ab etwa 2010 in einer (Klein)-Serienfertigung machbar wäre.


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