"From hero to zero" - Große Erwartungen
Alex Wurz (32) hat gestern sein neues Arbeitsgerät übernommen. In der Williams-Fabrik im englischen Grove wurde der neue FW29 mit Toyota-Motor der Weltpresse präsentiert.

Foto © ReutersNico Rosberg und Alex Wurz sind ganz stolz auf den FW29
Die Präsentation des neuen Williams FW29 war puristisch, dafür sorgte ein Kunstwerk der anderen Art für umso mehr Gesprächsstoff. Im "Conference Center" gab es ein zwei Mal zwei Meter großes Portrait von Alex Wurz zu bestaunen. Es bestand nur aus Formel-1-Teilen und zeigte doch sein Gesicht. Auch sonst setzte sich der Österreicher vor rund 200 Journalisten aus aller Welt blendend und gesprächig in Szene.
Auf die Siegerstraße.
Welches Ziel Wurz heuer als Williams-Stammfahrer verfolgt? "Ich will helfen, Williams wieder dorthin zu bringen, wo das Team hingehört - auf die Siegerstraße. Das geht aber nicht über Nacht. Ich habe Träume, doch ich bin kein Träumer", ist Wurz vom neuen Auto begeistert. "Schauen wir aber einmal, wo wir mit unserem neuen Boliden stehen. Am Dienstag gibt es in Jerez die erste Ausfahrt."
Gegen Weltkonzerne.
Glaubt Wurz, dass Williams gegen die Weltkonzerne bestehen kann? "Als ich von McLaren-Mercedes weggegangen bin, habe ich nichts gesehen, was es bei Williams nicht auch gibt", fährt der 32-Jährige fort. "In der heurigen WM-Saison wird es aber ganz, ganz eng zugehen. From hero to zero - da wird oft nur ein Zehntel entscheiden", ist der gebürtige Niederösterreicher überzeugt.
An einem Strick ziehen.
Was Wurz zu Teamkollegen Nico Rosberg sagt? "Auch er ist ein Rivale, ich habe 21 Gegner auf der Strecke. Aber Nico und ich werden sicher gut zusammenarbeiten. Es würde dem ganzen Team schaden, würden wir nicht alle an einem Strick ziehen", versichert Wurz. Kann der Österreicher aber auch von den Jungen etwas lernen? "Soll das heißen, man zählt mich bereits zu den Alten?! Aber Spaß bei Seite, ich kann immer etwas lernen, auch von jungen Kollegen".
Große Erwartungen.
Wie blickt Wurz dem Saisonauftakt am 18. März in Australien entgegen? "Williams ist ein Unternehmen mit 500 Mitarbeitern. Die alle setzen Erwartungen in mich. Ich hoffe, ich kann diese Erwartungen erfüllen. Ich spüre den Druck, doch der Druck ist positiv. Ich kann damit umgehen", ist Wurz überzeugt.
Anzahl der Podiumsplätze.
Was sagt Alex Wurz die Zahl 293? "Das ist die Anzahl der Podiumsplätze, die Williams-Piloten seit 1978 erkämpft haben. Es würde mich sehr stolz machen, den 294. Stockerlplatz liefern zu können", erzählt Wurz. Und für den Fall der Fälle: Kennt Alex Wurz den Text unserer Bundeshymne? "Die ersten zwei Textzeilen auf alle Fälle, dann müsste ich allerdings meine Lippen zum Schein bewegen" . . .
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