"Die Krise in Europa verschärft sich"
Nach einer vierjährigen Atempause kehrt KTM nach Genf zurück. Mit im Gepäck hat man den X-Bow GT mit Windschutzscheibe. Konzernchef Pierer spricht über das Comeback und die sich verschärfende Krise in Europa.

Foto © KTM
2007 sorgte der Einstieg von KTM in die Autobranche für Aufsehen. Dann wurde es still um den spektakulären Sportwagen. Ist die Krise verdaut?
STEFAN PIERER: Wir sind mit unserem Projekt mitten in der Krise hinein gestartet und haben sie schmerzhaft zu spüren bekommen. Wir mussten redimensionieren und das Geschäftsmodell anpassen.
Gab es Momente, in denen Sie es als erfolgreicher Zweiradhersteller bereuten, auch in der Automobilszene Wurzeln geschlagen zu haben?
PIERER: Nein, keine Sekunde, auch wenn uns die Krise viel Geld gekostet hat. Wir haben viel gelernt, der Leichtbau ist ein Beispiel dafür.
In Genf bringen Sie den X-Bow GT mit Windschutzscheibe. Erfüllen Sie damit einen Kundenwunsch?
PIERER: Wir hatten diese Version von Anfang an geplant. Es wird aber so sein, dass zwei Drittel der Käufer eine Scheibe möchten.
Gebaut wird der Wagen weiter am Standort Graz?
PIERER: Ja, wir haben die Fabrik gekauft, in der Kleinserienfertigung sind 20 Mitarbeiter beschäftigt. Bis heute haben wir 640 Stück gebaut.
Wie sehen Sie die Entwicklung am Automarkt?
PIERER: Die Krise in Europa verschärft sich. Der Markt wird um weitere fünf bis zehn Prozent einbrechen.
Welche Marken beeindrucken Sie in diesen Tagen?
PIERER: Volkswagen, BMW, aber auch die Koreaner - sie graben den Japanern das Wasser ab.
Features
Fakten
Rund 900 Fahrzeuge und 100 Premieren werden vom 7. bis 17. März auf dem Genfer Salon gezeigt.















