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    Zuletzt aktualisiert: 22.02.2013 um 10:12 UhrKommentare

    Autobahnpolizei hat zwei Bezirke voll im Griff

    Jeden Monat 30.000 Kilometer unterwegs: Die 28 Polizisten der Autobahnpolizei Wolfsberg, die auch für Völkermarkt zuständig sind, sorgen für Sicherheit auf der A 2.

    Gruppeninspektor Stephan de Raaij ist zivil unterwegs. Mittels Kamera wird die Geschwindigkeit der anderen Autos gemessen

    Foto © KLZ/Daniela GrössingGruppeninspektor Stephan de Raaij ist zivil unterwegs. Mittels Kamera wird die Geschwindigkeit der anderen Autos gemessen

    Tödliche Unfälle, Fahndungen nach Kriminellen, Falschgeld, Fahrzeugkontrollen, Schmuggler, Diebstähle, Autobahnraser - das sind nur einige der typischen Probleme, mit denen die Beamten der Autobahnpolizei Wolfsberg Tag für Tag konfrontiert sind.

    27 Polizisten und eine Polizistin sorgen zwischen der Pack und Grafenstein auf der A 2 für Recht und Ordnung. Dienstbeginn ist um 7 Uhr, je nach Plan morgens oder abends. Vorher gibt es eine kurze Besprechung, damit man weiß, was in der Schicht zuvor passiert ist. Dann holen die Beamten ihre Ausrüstung. Nicht fehlen dürfen Dienstwaffe, kugelsichere Weste, Helm, Fahndungslaptop, Funkgerät, Alkoholmess- und Lasergerät sowie Kamera und technische Ausrüstung für Lkw-Kontrollen.

    Je zwei Polizisten pro Auto machen sich dann auf den Weg zu ihrem Arbeitsplatz: der A 2. Heute steht die Lkw-Kontrolle am Dienstplan. In Streifenwagen aber auch in Zivil fahren die Polizisten los. "Im Zivil-Pkw haben wir eine Kamera, die die Geschwindigkeit der Pkw vor uns misst", sagt Thomas Riegler, der Kommandant der Autobahnpolizeiinspektion.

    Nur eine Verwarnung

    Prompt kommt diese auch zum Einsatz. Das Polizei-Schild wird per Knopfdruck hochgefahren und der Pkw muss den Beamten zu einem Parkplatz folgen. Diesmal gab es nur eine Verwarnung. Riegler: "Es war eine geringfügige Überschreitung. Die Leute vergessen oft, dass es nicht unser Ziel ist, Geld zu kassieren, sondern die Straßen sicherer zu machen." Beim Verkehrsknotenpunkt Haimburg angekommen, warten die Lkw bereits in einer langen Schlange, um auf die Waage zu fahren. Wer zu viel wiegt, muss zahlen. Ein Lkw hatte, statt den erlaubten 40 Tonnen, sechs Übergewicht. Auch Gefahrenguttransporter werden genau unter die Lupe genommen. Einer hat Stickstoff an Bord. "Wichtig ist, dass der Fahrer eine Schutzausrüstung und funktionierende Feuerlöscher hat", sagt Gefahrengutexperte Friedrich Sivec.

    Rund 200 Kilometer legt eine Streife pro Tag zurück. "Im Monat fahren unsere Polizisten rund 30.000 Kilometer", sagt Riegler, der bereits seit 1988 für die Dienststelle tätig ist und einiges erlebt hat.

    "In den 1990er-Jahren haben wir einmal einen Kombi mit 18 Flüchtlingen gestoppt", sagt er. Seit der Öffnung der Grenzen komme Schlepperei aber nur mehr selten vor. Neben den täglichen Kontrollen, gehen jeden Tag auch zwei bis zehn Notrufe ein. "In der Nacht zum 12. Februar, als es so geschneit hat, haben wir 25 Notrufe protokolliert", sagt der stellvertretende Kommandant Willibald Pachatz. Gut erinnert er sich noch an seinen schlimmsten Noteinsatz: "Der Sohn eines Freundes ist tödlich verunglückt. Ich bin zum Einsatz gerufen worden und musste ihn um zwei Uhr in der Nacht informieren."

    Zwei tödliche Vorfälle

    Alleine im Februar kam es zu zwei tödlichen Vorfällen, die den Beamten noch in den Knochen sitzen. Ein 19-Jähriger rammte in Griffen einen Streuwagen und ein 24-jähriger Italiener hat sich von der Kollmannbrücke in den Tod gestürzt. "Wir haben mit den Eltern gesprochen und es hat sich herausgestellt, das der Italiener einen Selbstmord geplant hatte", sagt Riegler. Überhaupt gibt es zwischen drei bis fünf jugendliche Selbstmörder im Jahr, die sich im Gebiet der Autobahnpolizei von einer Brücke in den Tod stürzen. "Das ist eine große psychische Belastung für die Beamten, die als Erstes vor Ort sind", sagt Pachatz.

    DANIELA GRÖSSING

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    Kleine Zeitung Kommandant Thomas Riegler über das Einsatzgebiet und die Aufgaben

    Rund um die Autobahnpolizisten

    Einsatzgebiet. Zwischen dem Packsattel und dem Bettlerkreuz patrouillieren die 27 Polizisten und eine Polizistin der Autobahnpolizeiinspektion Wolfsberg. Das sind 65,4 Kilometer.

    Autobahn. In Kärnten gibt es vier Inspektionen, in Wolfsberg, Spittal, Villach und Klagenfurt, die sich um die Autobahnen kümmern.

    Aufgaben. Die Polizisten werden zu Unfällen gerufen, kontrollieren täglich Pkw und Lkw (Gewicht und Fahrzeiten der Lenker), sie sind auch bei Diebstählen bei den Autobahnraststationen und Tankstellen zuständig. Im Sommer wird hier viel gestohlen oder mit Falschgeld bezahlt. In der Nacht wird auch Diesel aus Lkw abgepumpt.

    Unfälle. Jährlich werden die Beamten zu circa 300 Unfällen gerufen, 40 davon mit Verletzten. Die meisten Unfälle passieren zwischen dem Kollmann- und Haberbergtunnel vor Griffen und zwischen dem Großliedl- und dem Übelskogeltunnel vor der Abfahrt Bad St. Leonhard. Im Tag gehen bis zu zehn Notrufe ein. Bei Schlechtwetter 25.

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