Alkohol-Kontrollen massiv verstärkt
In Kärnten gibt es künftig bei jeder Verkehrskontrolle einen Alkotest. Die Steirische Polizei verfolgt eine andere Strategie. Auch sie will gegen Alk-Sünder hart vorgehen.

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GRAZ. "Wer sich hinter das Steuer setzt, muss nüchtern sein", lautet die Devise der Polizei. Deshalb will man gegen Alk-Sünder hart vorgehen. Darüber ist man sich einig. Doch die Strategien in den Bundesländern sind verschieden. In Kärnten muss der Verkehrsteilnehmer künftig bei jeder Verkehrskontrolle ins Röhrl blasen. Die steirische Polizei geht ganz anders vor.
"Erstens setzen wir auf die Präsenz auf der Straße. Dafür wollen wir in drei Jahren 208.000 Stunden aufwenden", sagt Landesverkehrschef Wolfgang Staudacher. "Zweitens haben wir uns zum Ziel gesetzt, dass im gleichen Zeitraum statistisch gesehen jeder steirische Autolenker einmal auf Alkoholisierung überprüft wird."
Das habe man bereits 2011 mit dem Innenministerium vereinbart - und man liege schon über den Vorgaben, versichert Staudacher.
660.000 gemeldete Pkw gibt es in der Steiermark. Statistisch müssten sich also pro Jahr 220.000 Lenker einem Alko-Test unterziehen. Schon im ersten Jahr seien 250.000 Tests durchgeführt worden, im zweiten sogar 260.000. Heuer, im dritten Jahr, will man so weitermachen wie vor zwei Jahren begonnen, wird versichert.
Landespolizeidirektor-Stellvertreter Manfred Komericky verweist darauf, dass es in der Steiermark eine hohe Kontrolldichte gibt. Der Verkehrsdienst soll nicht nur routinemäßig ablaufen, man wolle auch anlassbezogen vorgehen, sagt der Generalmajor. "Einen Alkotest bei jeder Anhaltung wird es bei uns aber nicht geben."
HANS BREITEGGER













