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    Zuletzt aktualisiert: 22.01.2013 um 17:04 UhrKommentare

    Schilderwald soll gerodet werden

    Die Polizei und der ARBÖ sagen dem Schilder-Dickicht an Einfallstraßen in Kärnten den Kampf an. Kommunen verdienen mit den Tafeln.

    Schilderwald sorgt für Diskussion

    Jeder kennt sie, kaum einer beachtet sie: Hunderte Hinweisschilder säumen die Stadteinfahrten. Betriebe aller Art nutzen die Möglichkeit, Gäste zu sich zu lotsen. Kritik an der Schilder-Flut kommt jetzt von der Exekutive: "Autofahrer können abgelenkt werden", warnt Oberstleutnant Hans-Peter Mailänder von der Verkehrspolizei.

    Ins selbe Horn stößt ARBÖ-Landesgeschäftsstellenleiter Thomas Jank: "Wir begrüßen eine radikale Rodung des Schilderwaldes." Denn der "Schilder-Wildwuchs" sei der Sicherheit abträglich, weiß Jank. "Weniger ist mehr – das gilt übrigens auch für die vielen Verkehrszeichen."

    Doch im Gegensatz zu Verkehrszeichen lenken die vielen Hinweisschilder nicht nur ab; sie sind für viele Autofahrer auch überflüssig (geworden): "Es gibt mittlerweile andere, zeitgemäße Orientierungshilfen wie Routenplaner im Internet und Navigationsgeräte", sagt Jank. Mailänder assistiert: "Fast jeder hat ein Navi im Auto. Die Autofahrer sind vor allem bei Stadteinfahrten ohnehin abgelenkt genug."

    Dass keineswegs jede Tafel überflüssig sei, betonen beide Experten. Hinweisschilder, die etwa auf Polizei, Krankenhäuser oder öffentliche Einrichtungen verweisen, seien berechtigt. "Aber fünf Tafeln zum Auffinden einer kleinen Kneipe braucht kein Mensch", unkt Jank.

    Mailänder kündigt an, dass sich die Polizei dieser Frage heuer verstärkt widmen wolle: "Wir möchten den Autofahrern das Leben leichter machen und werden dieses Thema angehen."

    Keine Freude mit solchen Forderungen haben die Kommunen – sie kassieren Mieteinnahmen von allen Unternehmen, die diese Werbetafeln auf öffentlichem Grund in Anspruch nehmen: "Alle Hinweistafeln müssen vom Magistrat bewilligt werden", sagt die Sprecherin der Stadt Klagenfurt, Veronika Meissnitzer. Die Einnahmen sind keineswegs zu verachten: Gut 380.000 Euro kommen pro Jahr als "Benützungsgeld für öffentliches Gut" in Klagenfurt herein, die Einnahmen für Sitzgärten eingerechnet. Die Villacher wissen?s genau: 205 Tafeln auf Gemeindegrund spülen im Jahr 6000 Euro an Gebühren in den Stadtsäckel.

    "Doch viele Hinweisschilder sind nicht mehr zeitgemäß", meint Mailänder. Geld oder Sicherheit – man darf gespannt sein, was mehr wiegt.

    UWE SOMMERSGUTER

    Hintergrund

    "Mehrere zehntausend Verkehrsschilder" gibt es in Kärnten. Zu schätzen, wie viele genau, sei unseriös, sagt Albert Kreiner, Leiter der Abteilung Infrastruktur beim Land. Die Zahl an Hinweisschildern sei gar nicht bekannt.

    "Verkehrszeichenkataster" nennt sich ein Projekt des Landes. In bisher drei Bezirken – St. Veit, Völkermarkt und Klagenfurt-Land – wurden alle verordnungspflichtigen Verkehrszeichen aufgenommen. Ziel sei es, "Schilder wegzubekommen".

    Selbst ein "Wegweisungskonzept" wurde erlassen. "Aber es ist eine Sisyphusarbeit", sagt Kreiner. Nachsatz: "Der Autofahrer ist ein armer Mensch."

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