Vignette: Schwarzer Peter für alle "Wenigfahrer"?
"Dass das derzeitige System aus Klimaschutzsicht widersinnig ist, liegt auf der Hand", kritisiert der Verkehrsclub Österreich. Man setzt sich daher für eine Bezahlung nach tatsächlich gefahrenen Kilometern ein.

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80,60 Euro kostet die Pkw-Vignette für das Jahr 2013. Wer 1.000 Kilometer pro Jahr fährt, zahlt acht Cent pro Kilometer, wer 15.000 Kilometer fährt, hingegen nur 0,5 Cent. Laut Verkehrsclub Österreich (VCÖ) sei die Pkw-Vignette aus ökologischer und ökonomischer Sicht nicht mehr zeitgemäß - man tritt daher für ein fahrleistungsabhängiges System ein.
"Dass das derzeitige System aus Klimaschutzsicht widersinnig ist, liegt auf der Hand", so VCÖ-Experte Markus Gansterer. Ein Auto, das auf der Autobahn im Schnitt acht Liter Eurosuper pro 100 km braucht, verursache bei 15.000 km rund 2.800 kg CO² - der Autofahrer zahle dafür 0,5 Cent pro Kilometer. Bei 1.000 km würden nur 187 kg CO² verursacht - es seien aber acht Cent pro Kilometer zu zahlen. Die Vignette bestrafe jene, die weniger klimaschädliches CO² verursachen mit einem höheren Kilometertarif, so der VCÖ.
Der VCÖ setzt sich für eine Bezahlung nach tatsächlich gefahrenen Kilometern ein. Bei einem Tarif von drei Cent pro Kilometer, sind alle Autofahrer, die weniger als 2.700 Kilometer auf Autobahnen und Schnellstraßen fahren, günstiger unterwegs als heute. "Ein fahrleistungsabhängiges System kommt vielen Autofahrern zugute", so VCÖ-Experte Gansterer.













