Sturm: Worauf Autofahrer aufpassen müssen
Windböen bei hoher Geschwindigkeit sind besonders gefährlich. Tipps zur Haftungsfrage im Schadensfall. Sturmschäden werden in den meisten Fällen nur von der Kaskoversicherung gedeckt.

Foto © AP
Orkanartige Windböen, wie sie Sturmtief "Franz" in
der Nacht auf Freitag produzierte, können für Autofahrer schlimme
Folgen haben. Wegfliegende Dächer, entwurzelte Bäume und vieles mehr
können die Fahrbahn in einen gefährlichen Hindernisparcours
verwandeln. Die Autofahrerclubs ÖAMTC und ARBÖ mahnten daher am
Freitag die Autofahrer zu erhöhter Aufmerksamkeit und gaben Tipps zur
Haftungsfrage im Schadensfall.
Lenkrad festhalten, Geschwindigkeit reduzieren, Abstand halten und
vorausschauend fahren gehören zu den Grundregeln bei Sturm. Bereits
ein Windstoß mit 70 km/h kann einen Pkw bei Tempo 100 um einen Meter
aus der Bahn drängen, bei Tempo 130 um bis zu vier Meter. Überholen
auf Landstraßen ist nur unter Einhaltung eines großen Seitenabstandes
ratsam, denn plötzliche Seitenwindböen können selbst Schwerfahrzeuge
um mehr als einen Meter versetzen.
Ruhe bewahren.
Mit Sturmböen müssen Autofahrer besonders auf Brücken, bei
Tunnelausfahrten oder nach engen Häuserschluchten rechnen. Dachlasten
oder Aufbauten, die dem Sturm eine breite Angriffsfläche bieten,
steigern zusätzlich die Gefahr, dass das Fahrzeug "verweht" wird. Wer
mit seinem Pkw von einer Sturmböe erfasst wird, sollte vor allem Ruhe
bewahren. Jede heftige Bewegung mit dem Lenkrad macht das Fahrzeug
nur noch instabiler, warnen die Verkehrsexperten. Um das Auto wieder
zurück auf die Spur zu bringen, sollten lediglich gefühlvoll
gegengelenkt werden.
Achtung, Autotür.
Selbst bei Stillstand kann einiges passieren. Darum beim Öffnen
der Fahrzeugtür den Griff festhalten. Eine Sturmböe kann eine Türe
aufreißen und ziemlichen Schaden anrichten - an der Türe selbst oder
aber an einem daneben stehenden oder vorbei fahrenden Auto. Auch
Fußgänger können dabei verletzt werden.













