Neuer Renault Clio: Stimmen-Imitator
Rhombus reloaded: Die vierte Auflage des Renault Clio klingt nach mehr. Die Franzosen brauchen auch einen reschen Stückzahlenbringer.

Foto © Renault
Vielleicht hat Renaults Chefdesigner Laurens van den Acker dem neuen Clio auch deshalb so viele Muskeln auf die Karosserie gepackt, weil er eine Herkulesaufgabe zu stemmen hat. Von den Turbulenzen auf dem Automarkt arg gebeutelt, brauchen die Franzosen einen reschen Stückzahlenbringer, der Geld in die Kassen spült wie einen Bissen Brot.
Und die Zutaten stimmen: Fesch ist er geworden, versehen mit fidelen Fahreigenschaften, Individualisierungsmöglichkeiten (Sticker etc.) in rauen Mengen, einer feschen knopfarmen Instrumentenanrichte, flankiert von einem Touchscreen-Monitor, wie man ihn heutzutage eben gerne hat. Damit düst der Clio auch auf der Datenautobahn dahin (siehe Info unten): An den Drehzahlverlauf gekoppelt, flutet eine Sound-App den Innenraum mit sechs verschiedenen Motorgeräuschen. Der Dreizylinder-Benziner multipliziert sich beispielsweise akustisch quasi mit 2,6 periodisch und bollert wie ein V8.
Dabei zeichnet der 0,9-Liter-Turbo (4,5 l/100 km, 104 g CO2/km) von Haus aus ein hübsches Klangbild, trällert fröhlich, gewinnend ist auch sein drehfreudiges Gemüt. Vorm Schalten darf man sich halt nicht scheuen, denn der Gute braucht Touren. Mehr Schmalz in südlicheren Gefilden serviert der vierzylindrige 90-PS-Diesel (3,4 l, 90 g), der dem Ganzen eine erwachsenere Note verleiht.
Wer da leistungsmäßig noch nicht fündig wird, dem stellen die Franzosen einen Vierzylinder-Turbo mit 120 PS und Doppelkupplungsgetriebe in Aussicht.













