Thermoscanner bremst heiße Brummer ein
Mit einer seit fünf Monaten installierten Thermoscanner-Anlage vor dem Karawankentunnel an der Kärntner Grenze zu Slowenien sind bereits mehr als 100 überhitzte Schwerfahrzeuge und Busse an der Einfahrt in den Tunnel gehindert worden.

Foto © Kleine Zeitung/Helmuth Weichselbraun
Sieben Kameras, zwei davon Infrarotkameras, durchleuchten seit Mai dieses Jahres vor dem Karawankentunnel auf der A 11 alle Lkw und Busse. Wenn diese durchs Thermoportal rollen, erfassen die Scanner blitzschnell, ob Motor, Bremsen oder Räder der Fahrzeuge überhitzt sind. Bei den Reifen liegt die Grenze zum Beispiel bei 70 Grad. Sind die kritischen Werte überschritten, schließt sich ein Schranken: Heißen Brummern wird die Fahrt durch den Tunnel verwehrt.
Bereits hundert Mal hat der Thermoscanner in den fünf Monaten zugeschlagen. Und so vielleicht eine Katastrophe verhindert. "Ein brennendes Fahrzeug i einem Tunnel ist ein Horror-Szenario", sagt Asfinag-Vorstand Alois Schedl. "Natürlich führt nicht jedes überhitzte Fahrzeug zu einem Brand. Aber wenn wir nur einen gefährlichen Vorfall verhindert haben, hat sich die Investition in den Thermoscanner bezahlt gemacht." Die Anlage ist übrigens einzigartig in Europa.
Lenker überhitzter Lkw und Busse dürfen erst nach einer Abkühlphase wieder durchs Thermoportal - und wenn die Werte stimmen, auch durch den Tunnel. Wenn nicht die Polizei im Zuge einer Kontrolle weitere Mängel feststellt. In zwei Fällen im Sommer durften die Lkw-Lenker nicht mehr weiterfahren.













