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Zuletzt aktualisiert: 01.10.2012 um 10:25 UhrKommentare

BMW boomt: Investitionen statt Sparmaßnahmen

Anders als Konkurrent Daimler sieht der deutsche Autobauer BMW keinen Grund, auf die Kostenbremse zu treten. Auf dem Pariser Auosalon wurde verlautbart, dass BMW 3.000 der 12.000 Leiharbeiter fest einstellen wolle.

Foto © APA

"Wir haben in diesem Jahr Mitarbeiter eingestellt und alle unsere Werke weltweit sind voll ausgelastet", sagte BMW-Vertriebsvorstand Ian Robertson am Donnerstag auf dem Pariser Autosalon. Der Konzern halte an allen Investitionsvorhaben fest, übernehme weltweit Tausende Auszubildende und habe sich mit den Sozialpartnern auf flexiblere Arbeitszeiten geeinigt - die Grundlage zum Abbau der Leiharbeit.

Am Donnerstag war aus Arbeitnehmerkreisen verlautet, BMW wolle 3.000 der 12.000 Leiharbeiter fest einstellen. Robertson wollte die Zahl am Donnerstag nicht bestätigen, dementierte sie aber auch nicht. Insgesamt zeigten die jüngsten Entwicklungen die Zuversicht des Unternehmens, sagte er: "Es gibt viele Unbekannte und viele Herausforderungen, aber wir liegen voll im Plan."

Die schwächelnden Märkte in Südeuropa kann BMW bisher durch Wachstum andernorts gut verkraften, etwa in den USA oder in Russland: "Es gibt viele Höhepunkte auf der Welt." Deshalb würden die Verkaufszahlen zulegen. "Und ich denke, wir werden weiter vorankommen."

Im August hatte BMW weltweit einen Absatzrekord eingefahren, die Verkäufe stiegen um 9,7 Prozent auf 121.615 Fahrzeuge. Zum bisherigen Septembergeschäft sagte der Vertriebschef: "Der September wird ein ziemlich guter Monat für uns mit zweistelligem Wachstum weltweit." Der Hersteller strebt nach früheren Angaben im Gesamtjahr eine neue Bestmarke bei den Auslieferungen an.

Robertson erwartet, dass sich die Krise in Europa 2013 fortsetzen wird. "Wir gehen vorsichtig ins nächste Jahr. Aber wir haben die Kosten im Griff und investieren weiter in unsere Produkte", betonte Robertson. Nur wenn man auch in schwierigen Zeiten die richtigen Entscheidungen treffe, könne man auch die Früchte ernten, wenn es wirtschaftlich wieder aufwärtsgeht.

Quelle: APA

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