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Zuletzt aktualisiert: 10.09.2012 um 19:32 UhrKommentare

Verletzungsrisiko für Pkw-Lenker ohne Gurt neunmal so hoch

Bereits seit mehreren Jahren führen die Polizei, das KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit), der ÖAMTC Steiermark und der ARBÖ Steiermark gemeinsam die Aktion "Gu(R)te Fahrt" durch.

Hans Marcher (Arbö), Wolfgang Staudacher (Landesverkehrsabteilung), Dr. Paul Fernbach (ÖAMTC) und DI Peter Felber (KFV) hatten zu Beginn der Aktion Gu(R)te Fahrt alle Hände voll zu tun. (v.l.n.r.)

Foto © ÖAMTCHans Marcher (Arbö), Wolfgang Staudacher (Landesverkehrsabteilung), Dr. Paul Fernbach (ÖAMTC) und DI Peter Felber (KFV) hatten zu Beginn der Aktion Gu(R)te Fahrt alle Hände voll zu tun. (v.l.n.r.)

Dabei werden "Gurtmuffel" von der Polizei angehalten und nehmen an einer Probefahrt im Gurtschlitten oder Anprallsimulator teil. Dort erleben sie, welche Kräfte bereits bei 10 Stundenkilometer auf den Körper wirken und wie sinnvoll der Gurt – bei jeder Autofahrt und für jeden Fahrzeuginsassen – ist. Die Aktion findet im heurigen Jahr über den Zeitraum von 2 Wochen in der gesamten Steiermark statt. Die Einsicht der nicht angegurteten Lenker oder auch Mitfahrer soll damit hervorgerufen werden und das praktische Erleben mit einer Fahrt am Gurtschlitten oder Anprallsimulator soll dazu führen, dass künftig der Sicherheitsgurt automatisch bei jeder Fahrt verwendet wird.

Was passiert, wenn es nicht klickt?

Das Risiko bei einem Unfall getötet zu werden, ist für Lenker ohne Gurt neunmal so hoch.
Bei einem Verkehrsunfall ohne Schuld kann das Schmerzensgeld um 20-25 Prozent gekürzt werden.
Wenn Sie angegurtet sind, reduzieren Sie die Häufigkeit und Schwere von
- Brustkopfverletzungen
- Kopfverletzungen
- Gesichts- und Augenverletzungen
- Verletzungen an Beinen und Füssen
Außerdem verhindert der Gurt, dass Personen aus dem Wagen geschleudert werden.

Am geringsten ist der Wille zum Tragen des schwarzen Gürtels auf den Rücksitzen: Zwei Drittel der erwachsenen Mitfahrer liefert sich dort schutzlos der Physik aus. Dass der Verzicht auf den Sicherheitsgurt im Auto tötet, ist eine Tatsache. Immer wieder sterben Menschen, weil sie auf den Gurt vergessen haben oder ganz einfach zu bequem sind diesen anzulegen. Laut Unfallbilanz waren von 2007-2011 in der Steiermark von 240 getöteten Pkw-Insassen 99 nicht angegurtet, das heißt 41 Prozent aller getöteten Pkw-Insassen war nicht angegurtet. "Leider sind es immer wieder Tragödien, die darauf hinweisen müssen, dass die Gurtenpflicht kein Alibi-Gesetz ist. Wer sich im Auto nicht anschnallt, erhöht seine Gefahr durch einen Verkehrsunfall zu sterben enorm. Das Unfallrisiko ist für Pkw-Lenker ohne Gurt neunmal höher!", erinnert DI Peter Felber, KFV-Landesstellenleiter Steiermark.

Wenig Sicherheitsbewusstsein am Rücksitz

Erhebungen des KFV in der Steiermark haben gezeigt, dass sich 93 Prozent der steirischen Pkw Lenker anschnallen. Bei den Mitfahrern schaut es nicht mehr so gut aus: 85 Prozent der Beifahrer verwenden auf den Vordersitzen den Gurt, am geringsten ist das Sicherheitsbewusstsein nach wie vor bei den erwachsenen Mitfahrern auf den Rücksitzen ausgeprägt: Zwei Drittel der erwachsenen Mitfahrern schnallen sich als Passagier im Pkw-Fond nicht an und gefährden damit nicht nur sich selbst, sondern auch die anderen Autoinsassen. "Gerade hier verbirgt sich eine tückische Gefahr, denn in Wahrheit kommen schon bei geringen Aufprallgeschwindigkeiten enorme physikalische Kräfte zum Tragen, denen sich die Mitfahrer auf der Rückbank einfach ausliefern", warnt Felber. "Der Lenker des Fahrzeuges sollte darauf bestehen, dass sich die Mitfahrer anschnallen. Sich am Rücksitz nicht anzuschnallen kann für den Fahrer sehr gefährliche werden, denn bei einem wirklich schweren Unfall bietet der Sitz für den Lenker keinen Schutz mehr, er wird im wahrsten Sinne des Wortes von seinem Fondspassagier erschlagen – und umgekehrt."

"GuRte Fahrt" Stationen in der Steiermark

Montag 10.September 2012 14-16 Uhr Parkplatz Lidl, Kärntnerstraße 328, Graz
Dienstag, 11.September 2012 09-11 Uhr SPAR Markt in Pichling, Stainz
Dienstag, 11.September 2012 14-16 Uhr Vorplatz FF Voitsberg, Grazer Vorstadt 25
Mittwoch, 12. September 2012 09-11 Uhr Hauptplatz in Feldbach
Mittwoch, 12. September 2012 14-16 Uhr Sicherheitszentrum Bad Gleichenberg
Donnerstag, 13. September 2012 09-11 Uhr Hauptplatz in Fürstenfeld
Donnerstag, 13. September 2012 14-16 Uhr Landesberufsschule in Bad Radkersburg
Freitag, 14. September 2012 09-11 Uhr Hauptplatz Bruck a.d. Mur
Freitag, 14. September 2012 14-16 Uhr Parkplatz Ost in Kindberg (ehemals Baumax)
Montag 17.September 2012 09-11 Uhr PI Feldkirchen, Marktplatz 2
Montag 17. September 14-16 Uhr PI Gratwein, Bahnhofstraße 3
Dienstag, 18.September 2012 09-11 Uhr Parkplatz Bundesschulzentrum Hartberg
Dienstag, 18.September 2012 14-16 Uhr Straßenmeisterei Hartberg
Mittwoch, 19. September 2012 09-11 Uhr Hauptschule Gleinstätten
Mittwoch, 19. September 2012 14-16 Uhr Hauptplatz Leibnitz
Donnerstag, 20. September 2012 09-11 Uhr Hauptplatz Leoben
Donnerstag, 20. September 2012 14-16 Uhr Hauptplatz Leoben
Freitag, 21. September 2012 09-11 Uhr BILLA St. Peter ob Freienstein
Freitag, 21. September 2012 14-16 Uhr ÖAMTC Stützpunkt Neumarkt
Montag, 24. September 2012 09-11 Uhr Übungsplatz Fahrschule Koiner Knittelfeld
Montag, 24. September 2012 14-16 Uhr FF Judenburg
Dienstag, 25.September 2012 09-11 Uhr Musikhauptschule Weiz
Dienstag, 25.September 2012 14-16 Uhr Vorplatz Pfarrhof Gleisdorf


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