Neun von zehn Autos sind für Biosprit E10 geeignet
Online kann man jetzt nachsehen, ob das eigene Auto den Biosprit E10 verträgt. Der Autofahrerklub ARBÖ will den Sprit aber erst in fünf Jahren.

Foto © APA Laut Minister Berlakovich soll der Biosprit E10 im Oktober kommen
Der Biosprit E10 sorgt weiter für Gesprächsstoff. Während der Präsident der Landwirtschaftskammer, Gerhard Wlodkowski, zuletzt im Gespräch mit der Kleinen Zeitung für eine neue Variante plädierte, nämlich für die Einführung der "Übergangslösung" E7 noch im Oktober, will nun der Autofahrerklub ARBÖ eine ganz andere Lösung. "Man muss den Start von E10 dringend um fünf Jahre verschieben." Eines der Argumente dahinter: "Von Tag zu Tag mehren sich die Stimmen von Wissenschaftlern, die behaupten, dass durch die Herstellung und Verwendung von Agrosprit mehr anstelle von weniger CO2 in die Luft geschleudert wird."
Die heimischen Autoimporteure haben unterdessen eine Liste jener Automodelle veröffentlicht, die mit E10 betankt werden können. "Grundsätzlich vertragen weit über 90 Prozent aller Fahrzeuge mit Otto-Kraftstoff die Beimengung von zehn Prozent Ethanol", heißt es dazu von Geschäftsführer Christian Pesau. Weil die Fahrzeughersteller hinter der Liste stehen, gibt es bei etwaigen Problemen eine kostendeckende Garantie.
Der ARBÖ - dort hat man mittlerweile 19.000 Protestunterschriften gegen die Einführung von E10 im Oktober gesammelt - sieht die Liste kritisch. "Rund zehn Prozent vertragen kein E10, das sind immerhin 200.000 heimische Fahrzeuge", heißt es vom SPÖ-nahen Autofahrerklub. Lenker können die Liste unter http://www.iv-mitgliederservice.at/iv-all/dokumente/doc_3474.pdf einsehen.













