Bei Gelb kommt er in Fahrt
Der Österreicher Karl Obermair lenkt ab 1. August den deutschen ADAC, den zweitgrößten Autofahrerklub der Welt.

Foto © ADACKarl Obermair (49)
Mit 18,1 Millionen Mitgliedern ist der deutsche ADAC der zweitgrößte Autofahrerklub der Welt und der größte in Europa. Auch Österreicher werden unter den Kunden sein, einer spielt in zwei Wochen die Hauptrolle: Karl Obermair übernimmt mit 1. August das Steuer - genauer: den Vorsitz in der dreiköpfigen Geschäftsführung, deren Mitglied er bereits seit 2006 ist.
Der 49-jährige Oberösterreicher, der aus Steyr stammt und in Wien studierte, begann seine Karriere bei der ADAC-Schwester ÖAMTC, die beiden vereint mehr als ihre Markenfarbe Gelb. Beim österreichischen Marktführer unter den Autofahrerklubs verbrachte Obermair fast 13 Jahre und gehörte ab 1997 der Geschäftsführung an. Er baute federführend die ÖAMTC-Akademie auf, initiierte mehrere Kampagnen und leitete die Interessenvertretung. Obermair setzte sich massiv für die Einführung der elektronischen Lkw-Maut auf Autobahnen ein, organisierte andererseits aber die Protestaktion des Klubs gegen das geplante Pendant für Pkw. 2003 holte ihn der ADAC nach München, wo der Österreicher neben der Interessenvertretung auch den Verbraucherschutz verantwortete. Später übernahm er die Bereiche Mitgliedschaft, Verkehr, Tourismus und Verlag, seit September des Vorjahres ist Obermair stellvertretender Vorsitzender der ADAC-Chefetage.
Vor allem die aktuell hohen Mitgliederzuwächse werden Obermair zugeschrieben. Als Stefan Müller (51), derzeit noch ADAC-Chef, seinen Wechsel in die Automobilindustrie bekannt gab, war die Nachfolge klar. Der Österreicher berichtet damit direkt an das Präsidium, das aus acht Ehrenamtlichen mit Peter Meyer an der Spitze besteht.













