Angst vor Kahlschlag bei Autobauer Opel
Der ebenfalls kriselnde Autobauer Opel gab den Abschied von Konzernlenker Karl-Friedrich Stracke bekannt, nun droht bereits die nächste schlechte Nachricht am Horizont: 2012 wurden bisher acht Prozent weniger Autos verkauft.

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Diese Woche hatte es in sich. Donnerstag in der Früh gab der französische Autobauer PSA Peugeot-Citroën den Abbau von 8000 Arbeitsplätzen bekannt. Zudem wird ein Werk nahe Paris geschlossen. Die Gewerkschaft sprach von einer "Kriegserklärung". Nur wenige Stunden später folgte der Paukenschlag im deutschen Rüsselsheim. Der ebenfalls kriselnde Autobauer Opel gab den Rückzug von Konzernlenker Karl-Friedrich Stracke bekannt.
Abermals nur wenige Stunden später berichteten deutsche Medien, dass Opel im ersten Halbjahr um acht Prozent weniger Autos verkauft hat, als noch ein Jahr zuvor. Daher wird nun kräftig darüber spekuliert, dass der Absatzrückgang Stracke den Job gekostet hat. Eine offizielle Begründung seitens der Konzernmutter General Motors gibt es nicht. Insider sind überzeugt, dass die GM nun einen Nachfolger inthronisieren wird, der härter durchgreift. Als heißester Kandidat für den Chefposten gilt der frühere Unternehmensberater und jetzige Opel-Strategievorstand Thomas Sedran.
Angst in Bochum
Der Standort Bochum galt schon vor dem unerwarteten Rückzug Strackes als einer der ersten Streichkandidaten bei dem defizitären Autobauer. Stracke war zuletzt aber von seinen ursprünglichen Plänen abgewichen, Bochum 2015 zu schließen. Im Gegenzug für einen Lohnverzicht der Arbeitnehmer wollte er dem Werk zwei Jahre Gnadenfrist einräumen. Seit Stracke am Donnerstag vor die Tür gesetzt wurde, wird spekuliert, ob dieses Vorhaben noch Bestand hat - oder ob nicht doch schon vor 2016 Werke geschlossen werden.
Die IG Metall will verhindern, dass der kommende Opel-Chef den von Stracke eingeschlagenen Kompromiss-Kurs verlässt, der Investitionen statt Kündigungen vorsah. Gewerkschafts-Chef Berthold Huber sagte: "Für die IG Metall, Betriebsräte und Opel-Beschäftigte ist nur ein Zukunftskonzept tragfähig, dass keine Schließung von Standorten vorsieht und die Belegschaften mit ihrer Kompetenz beteiligt." Es gehe um nicht weniger als die Zukunft von Opel insgesamt.













