Bremsspuren auf dem Automarkt
Obwohl die Zahl der Auto-Neuzulassungen im ersten Halbjahr leicht gesunken ist, zählt Österreich noch zu den stabilsten EU-Märkten. In einigen Ländern gibt's zweistellige Einbrüche. Bemerkenswerte Zuwächse gibt es im Luxussegment.

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Eine Berg- und Talfahrt gab's im ersten Halbjahr bei den Auto-Neuzulassungen in Österreich. Zugewinne zu Jahresbeginn, ein Einbruch im Februar, Erholung im März, ein Minus im April und Mai, im Juni gab's dann wieder klare Zuwächse (siehe Grafik). Über das erste Halbjahr gesehen, zeigte sich der Neuwagenmarkt in Österreich dennoch relativ stabil - mit exakt 186.958 Autos wurden um 0,3 Prozent weniger Autos neu zugelassen als im ersten Halbjahr 2011.
Unangefochtener Marktführer im Land bleibt laut Statistik Austria mit fast 33.000 Neuzulassungen Volkswagen, gefolgt von der VW-Tochter Skoda (mit rund 12.500), Ford (12.071), Opel (11.886) und Audi (11.075).
Der kriselnde deutsche Autobauer Opel verbuchte gegenüber dem Vorjahr ein Verkaufsminus von mehr als 18 Prozent. Zweistellige Prozent-Rückgänge verzeichneten auch die Marken Peugeot, Fiat, Mazda und Suzuki.
Mit fast 9600 Neuzulassungen ist der VW Golf das beliebteste Auto der Österreicher, gefolgt vom VW Polo (4920) und dem Renault Mégane (4904). Auf Platz vier liegt der VW Tiguan - von dem Kompakt-SUV wurden im ersten Halbjahr 4639 Autos in Österreich neu zugelassen. Ein Plus von 148 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Während sich der österreichische und der deutsche Neuwagenmarkt - auch dank stark steigenden Tageszulassungen und Rabatten - mit einem Minus von 0,3 Prozent relativ stabil präsentieren, kämpfen die Autobauer in Europa teils mit immensen Rückgängen.
In Italien brach der Neuwagenabsatz etwa im Juni um ein Viertel ein und erreichte den niedrigsten Stand seit 1979. In Südeuropa sorgt die hohe Arbeitslosigkeit für ein drastisches Absatzminus bei Neu-Pkw. Ein Ende der Absatzkrise in den von der Euro-Schuldenkrise am stärksten betroffenen Ländern sehen Experten in weiter Ferne.
EU-Automarkt bricht ein
Innerhalb der EU wurde allein im Mai mit 1,1 Millionen verkauften Neuwagen ein Minus von 8,7 Prozent verbucht. Damit wurde der achte Rückgang in Folge verzeichnet.
Der Umstand, dass etwa VW seine Absatzzahlen nach dem Rekordjahr 2011 auch im ersten Halbjahr um rund 20 Prozent steigern konnte, ist auf die hohe Nachfrage aus China aber auch aus den USA zurückzuführen.














