Leitplanken-Verkleidung soll Motorradfahrer schützen
Neuer Schutz für Motorradfahrer am Gaberlhaus löst nicht nur Freude aus. Gaberlhaus-Wirt Hannes Lipp wittert dadurch gar eine neue Gefahr.

Foto © Thomas Kuhelnik
Auf der Gaberlstraße werde an falscher Stelle gebaut und so Steuergeld verschwendet, beschwert sich ein Leser bei der Kleinen Zeitung: "An ungefährlichen Stellen baut man einen Unterfahrschutz für Motorräder. In Kurven, wo schon tödliche Unfälle passierten, gibt es hingegen keinen."
Noch nicht. Verkehrslandesrat Gerhard Kurzmann (FPÖ) erklärt, dass am Gaberl zehn weitere folgen werden. Der Schutz in Form einer Blechverkleidung soll verhindern, dass Motorradfahrer unter der Leitschiene durchschlittern und sich dabei schwer verletzen. Landesrat Gerhard Kurzmann geht davon aus, so könnten rund 30 Prozent der tödlichen Motorradunfälle vermieden werden.
Die 103 Meter lange Verkleidung gegenüber dem Gaberlhaus, am höchsten Punkt der Landesstraße, sei dennoch sinnlos, meint der Leser: "Dort ist eine 50er-Beschränkung und keine Gefahr in Verzug."
Gar eine neue Gefahr durch diesen Unterfahrschutz sieht Hannes Lipp, Wirt des Gaberlhauses: "An dieser Stelle machen viele Auto- und Motorradfahrer Pausen. Durch das Blech haben sie keine Aussicht mehr auf das Grazer Becken und bleiben deshalb auf der Straße stehen, um hinunter zu sehen."
Auch mit einer Baustelle in Salla ist Lipp nicht glücklich. Er berichtet von ausbleibenden Tagesgästen, die durch die vielen Beschränkungen und starken Geschwindigkeitskontrollen der Exekutive andere Routen wählen - was vielen Anrainern wiederum nicht unrecht ist.













