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Zuletzt aktualisiert: 27.06.2012 um 18:38 UhrKommentare

Heimische Zulieferer auf der Überholspur

Kein Formel-1-Auto ohne steirische Technik. Laut Autocluster befinden sich alleine im ersten Halbjahr 2012 Investitionsprojekte in der Größenordnung von rund 130 Millionen Euro in Umsetzung.

Kein Formel-1-Auto ohne steirische Technik

Foto © APAKein Formel-1-Auto ohne steirische Technik

Gute Nachrichten vom steirischen Automobilsektor: Laut Autocluster (ACStyria) befinden sich alleine im ersten Halbjahr 2012 Investitionsprojekte in der Größenordnung von rund 130 Millionen Euro in Umsetzung - "550 neue Arbeitsplätze werden so neu geschaffen", erklärt ACStyria-Chef Franz Lückler.

Undenkbar wäre ohne steirische Unterstützung mittlerweile die Königsklasse des Motorsports. "Es gibt kein Formel-1-Auto, das ohne Pankl-Technologie fährt", erklärt Gerold Pankl. 1985 hat er Pankl Racing Systems gegründet, heute werden in Bruck an der Mur und Kapfenberg große Teile der Formel-1-Motoren entwickelt. Bei Kolben, Kolbenbolzen oder Pleueln (Verbindungsstücke im Motor zwischen Kurbelwelle und Kolben) sind die Steirer Nummer-1-Zulieferer. Gerold Pankl, der im Aufsichtsrat der Firma sitzt, weiß um die Unternehmensstärke: "Ja, wir sind die Größten. Die zweitgrößte Firma in dem Bereich ist um 70 Prozent kleiner." Etwas mehr als ein Fünftel (rund 20 Millionen Euro) des Umsatzes soll Pankl mit dem Formel-1-Geschäft machen. Offizielle Zahlen gibt es nicht - Geheimhaltung ist im hochsensiblen Bereich oberste Prämisse. Das weiß auch Peter Schöggl, Leiter des Bereichs "Racing" bei der Grazer Firma AVL. Das Unternehmen bietet Prüfstände und Simulationstechnik an - manche Teams werden von AVL-Technikern sogar an der Strecke unterstützt.

Spielberg-Rennen unmöglich

Red Bull gehört eher nicht dazu. "Wir gehen einen eigenständigen Weg", erklärt Motorsportchef Helmut Marko, der in Graz die steirischen Zulieferbetriebe in Schutz nimmt: "Das defekte Vettel-Teil in Valencia kam von einer italienischen Firma." Weniger gute Nachrichten hat Marko für die heimischen Motorsportfans: "Ein Rennen in Spielberg ist unwahrscheinlich. Dazu braucht es einen Sponsor, der die 25 Millionen Euro Antrittsgeld mitbringt. Und den Wegfall der 25.000-Zuseher-Grenze. Wir müssten mindestens 100.000 Leute auf den Ring bringen dürfen."

MARKUS ZOTTLER

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