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Zuletzt aktualisiert: 22.06.2012 um 11:09 UhrKommentare

Neuer Zentralverkehrsrechner im Testbetrieb

In Klagenfurt und Villach wird zukünftig ein neuer Zentralrechner die Ampelanlagen koordinieren und zentral steuern. Der Verkehr soll dadurch wesentlich flüssiger und die Umweltbelastung verringert werden.

Foto © KLZ/Traussnig

Über 200 Ampelanlagen sorgen auf dem Kärntner Landesstraßennetz für einen sicheren und reibungslosen Verkehrsfluss, wofür das Land Kärnten die modernste Technologie einsetzt. So wurde auch ein neuer Zentralrechner angeschafft, der in Zukunft alle Ampelanlagen in Klagenfurt und Villach koordinieren und zentral steuern wird. Diese Woche wurde der Zentralrechner erstmals in Klagenfurt in Testbetrieb genommen, wie Verkehrsreferent Landeshauptmann Gerhard Dörfler am Freitag bekanntgab.

"Der neue Zentralrechner bildet die Basis zur koordinierten Steuerung der Lichtsignalanlagen in Kärnten. Mit diesem Rechner wird die Möglichkeit geschaffen, auf besondere Situationen im Straßenverkehr schnell und effizient zu reagieren und den Verkehr damit flüssig zu halten. Die Umwelt wird so durch geringere Emissionen geschont und jeder Verkehrsteilnehmer spart Geld und Zeit", erklärte Dörfler.

Der Zentralrechner wurde vor einigen Wochen geliefert und implementiert. Der Probebetrieb in Klagenfurt wird bis voraussichtlich 30. September dauern. In dieser Zeit kann es - so wie es am Donnerstag der Fall war - vorkommen, dass es vereinzelt zu Ausfällen von Ampelanlagen kommt. Danach wird der Regelbetrieb aufgenommen und es wird schrittweise begonnen, die Ampelanlagen auf Straßenzügen zu koordinieren und an den täglichen Verkehrsverlauf anzupassen.

Bereits im Vorlauf der Serverumstellung wurden bei Ampelanlagen mit älteren Steuergeräten diese ausgetauscht, damit eine Einbindung in das neue System überhaupt möglich wurde. Allein in diesen Austausch wurden rund 100.000 Euro investiert. Darüber hinaus werden bei allen Neu- und Umbauten von Ampelanlagen sogenannte intelligent sehende Ampeln eingesetzt. Bei diesem modernen Ampeltyp wird das Verkehrsaufkommen durch eine Kamera erkannt, im Steuergerät der Ampel analysiert und danach die optimale Schaltzeit der Rot- und Grünphasen vorgenommen. Damit wird unnötige Wartezeit auf den Hauptfahrtrichtungen verhindert, wenn auf den Nabenstraßen kein Verkehr vorhanden ist. Ebenso erkennen diese Ampeln Stausituationen, wodurch die Grünphasen verlängert werden und der Stau schneller abgebaut wird. Der neue Zentralrechner übernimmt die Koordination zwischen diesen modernen Ampeln.

"Wir haben bei der Anschaffung des neuen Zentralrechners darauf geachtet, dass dieser modular aufgebaut ist und auch erweitert werden kann. Neben den bestehenden rund 200 Ampeln in Klagenfurt und Villach können daher weitere 100 Ampeln in das System integriert werden. Der neue Zentralrechner ermöglicht die Zeitsynchronisierung der Ampelanlagen, die manuelle Steuerung des gesamten Systems, er verfügt über ein entsprechendes Meldungs- und Verkehrsdatenmanagement und über die Möglichkeit der Verkehrsanalyse. Darüber hinaus können weitere Funktionen, wie beispielsweise ein Parkleitsystem oder ein Verkehrsleitsystem, integriert werden", führte der Landeshauptmann aus. Die Anschaffungskosten für diesen Server belaufen sich laut Dörfler auf rund 800.000 Euro.


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