Zankapfel Umweltzone: Diskutieren Sie mit!
Politisch heftig umkämpft, von Experten massiv gefordert: Die Kleine Zeitung lädt zur Diskussion zur geplanten Umweltzone in und um Graz.

Foto © FotoliaBraucht Graz eine Umweltzone? Darüber wird in der Stadt seit Jahren gestritten - und bald stimmen die Bürger ab
Es ist das politische Thema schlechthin, und das seit Jahren: die Umweltzone in und um Graz. In zwei Wochen befragt die Landeshauptstadt ihre Bürger, ob so ein Fahrverbot für alte Diesel-Pkw kommen soll.
Um das Für und Wider abzuwägen, lädt die Kleine Zeitung zur großen Diskussion. Für den Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl ist klar: "Aus Sicht der Gesundheit ist die Umweltzone die einzig mögliche Variante." Nur mit ihr könne man den Feinststaub - die gefährlichen Rußpartikel alter Dieselautos - um bis zu 50 Prozent reduzieren.
Ernst Eber, Professor für Kinderheilkunde und Lungenspezialist an der MedUni Graz, mahnt dringend Maßnahmen ein. Denn gerade Kinder stellen bei Luftschadstoffen eine besondere Risikogruppe dar; sie können ein Leben lang an den Folgen der Feinstaubbelastung leiden.
Risikogruppe Kinder
Dem Arzt will Jürgen Roth, Vizepräsident der Wirtschaftskammer, gar nicht widersprechen, dennoch lehnt er die Umweltzone als wirtschaftsfeindlich ab: "Wir wollen fördern statt verbieten und sind für die Umwelt, aber auch für die Wirtschaft."
Das sieht auch Hans Marcher, Chef von ARBÖ-Steiermark, so: "Wir sind für ein modernes Mobilitätskonzept und gegen Maßnahmen, die nichts bringen."
Am Dienstag, dem 19. Juni, diskutieren die vier auf Einladung der Kleinen Zeitung im Grazer Kunsthaus. Beginn ist um 18.30 Uhr. Bilden Sie sich eine Meinung - und diskutieren Sie mit.













