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Zuletzt aktualisiert: 08.05.2012 um 11:03 UhrKommentare

Kult-Bus Bulli feiert seine Auferstehung

Vor 65 Jahren skizzierte der Niederländer Ben Pon den ersten VW Bulli, heute gibt es für den Kult-Bus Auferstehung direkt ab Werk.

Foto © Volkswagen

Wenn man so darüber nachdenkt, kann die Idee zu dem Kult-Camper schlechthin, dem VW Bus, eigentlich nur aus den Niederlanden kommen: 1947 wurde der Autohändler Ben Pon senior offizieller VW-Importeur. Aber den größten Reibach machte der gewiefte Geschäftsmann damals nicht mit Pkws, sondern mit Nutzfahrzeugen und die hatte VW nicht im Programm. Also warf er selbst die grauen Zellen an und entwarf einen Transporter, der die Kasse so richtig klingeln lassen sollte.

Leicht war es nicht, die Wolfsburger zu ihrem Glück zu überreden, aber Pon blieb hartnäckig: Mit einer abenteuerlichen Skizze (siehe Foto) überzeugte er schließlich Volkswagen-Generaldirektor Heinrich Nordhoff, einen Transporter auf Basis des Käfers zu bauen, den man sowohl zur Personenbeförderung als auch als Lieferwagen einsetzen konnte. 1949 wurden die ersten Prototypen getestet und der VW T1, bald allerseits liebevoll Bulli genannt, trat seinen Siegeszug an.

Aber weil die Liebe zu VW-Bus nicht rostet, aber die alten Herren dann irgendwann einmal doch, hat VW kürzlich die Tore zur hauseigenen Bulli-Werkstatt in Hannover. Dort werden Busse der Typen T1 bis T4 je nach Kundenwunsch serviciert, repariert oder auch von Grund auf restauriert. Zu guter letzt bekommt der Eigentümer nicht nur seinen Bulli besser als neu wieder, sondern auch eine Mappe, in der jeder Arbeitsschritt fotografisch dokumentiert und detailliert beschrieben ist.

Und das ist eine gute Investition, denn die einstigen Transporter für den kleinen Mann kosten heute schon richtig großes Geld.

KARIN RIESS

Fakten

Vom VW T1 wurden zwischen 1950 und 1967 mehr als 1,8 Millionen Stück gebaut. Die Rechte am Namen "Bulli" gehörten bis 2007 der Firma Kässbohrer, offiziell durfte der Bus ihn deshalb nie führen. Der T3 wurde ab 1984 Jahre bei Steyr-Daimler-Puch in Graz gebaut, der Allradler "Synchro" wurde auch dort entwickelt. Zum 60-Jahr-Jubilläum kamen 2007 mehr als 71.000 Fans zu einem Treffen nach Hannover, um den Bulli hochleben zu lassen. Auf dem Genfer Autosalon 2011 zeigte VW die Studie "Bulli", die es in Serie schaffen könnte.

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