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Zum 75er sieht VW keinen Grund zum Feiern Das "echte" Treffen ist schon vorbei Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Mein Auto Nächster Artikel Zum 75er sieht VW keinen Grund zum Feiern Das "echte" Treffen ist schon vorbei
Zuletzt aktualisiert: 27.04.2012 um 19:33 UhrKommentare

Wenn der Oldtimer-Adel auf Reisen geht

Bei der Südsteiermark-Classic zeigten von 27. bis 28. April rund 150 begeisterte Oldtimer-Fans ihre PS-Boliden. Bei strahlend blauen Himmel starteten die Piloten bereits in den Morgenstunden ihre erste Runde.

Bugatti 57 C, Baujahr 1937 Fahrer: Josef Gsellmann (Österreich)

Foto © Heribert KindermannBugatti 57 C, Baujahr 1937 Fahrer: Josef Gsellmann (Österreich)

Aufbruchstimmung herrschte am Freitag bereits in aller Früh im Weinbauort Gamlitz. Kein Wunder, startete doch pünktlich um 7:31 Uhr das erste von 150 Oldtimer-Gespannen der 11. Südsteiermark-Classic zur Süd- und Oststeiermark-Runde.

So mancher Pilot richtet auf der Startrampe am Gamlitzer Kirchplatz noch schnell ein Stoßgebet gegen den Himmel. In solchen betagten Vehikeln mit der Technik von anno dazumal noch ohne die fortschrittlichen Annehmlichkeiten von heute stattliche 480 Kilometer durch das Apfel-, Vulkan- und Thermenland und die Wein- und Schlösserstraße zu fahren, das verlangt Mensch und Maschine doch einiges ab.

In der Poleposition mit der Startnummer 1 stand in Gamlitz der älteste Oldtimer im Feld ein Brasier Racer, Baujahr 1908, der das Oldtimerrennen eröffnete. ?Eine gewisse Spannung ist immer dabei, ob alles gut geht. In der Regel können wir die meisten Sachen selber flicken“, erzählt der Liechtensteiner Pilot Erich Hoop. Bei 9,8 Liter Hubraum und einer Höchstgeschwindigkeit von160 km/h verspürte man schon Adrenalin pur, schwärmt der Gast aus dem kleinen Fürstentum, der eine große automobile Rarität an den Start bringt. Bescheidener geben sich da die Südsteirer Günther Wagner und Joseph Prein im MG B, Baujahr 1968. ?Bei so einem Gleichmäßigkeitswettbewerb ist der Beifahrer wichtig und da habe mit Joseph den besten“, betont Fahrer Günther Wagner, dessen Co das Ankommen als erklärtes Ziel hat.

Startvorfreude

Dass sein Auto hält und er mit Beifahrerin Sonia Lettner durchkommt, wünscht sich Manfred Lindner aus Spittal an der Drau. "Die Technik meines Lancia Lambda 1924 ist eben eine ganz andere als sie Autos von heute haben. Aber die niedrigere Geschwindigkeit macht es möglich, die bezaubernde steirische Landschaft zu genießen“, betont der Kärntner. "Wir freuen uns schon sehr, endlich starten zu können!“, strahlt die Wienerin Sabine Holnsteiner, die gerade das Verdeck des Bentley Speed Model, Baujahr 1925 öffnet. "Wir sind zwar als Dritte am Start, aber als Erste im Ziel“, versichert Fahrer Günther Holnsteiner mit Augenzwinkern.

Kulinarische Genüsse

Für ihre Anstrengungen werden die 150 Teilnehmer aus Österreich, der Schweiz, Deutschland, den Niederlanden, Großbritannien, Ungarn, Luxemburg und Liechtenstein üppig mit der abwechslungsreichen landschaftlichen Schönheit des Steirerlandes und kulinarischen Genüssen der herzlichen-steirischen Art reichlich beschenkt. Klassik und Nostalgie sind bei dieser Oldtimerrallye zwei Tage lang ebenso wie sportlicher Ehrgeiz und die Begeisterung für chromblitzendes Blech Trumpf. Am Samstag steht für das sehens- und bewundernswerte Starterfeld, darunter auch namhafte Wirtschaftskapitäne aus dem In- und Ausland, zunächst eine Runde in der Südsteirischen Weingegend im Roadbook.

Bereits zu Mittag (ab 12.30 Uhr) findet erstmals bei der Südsteiermark-Classic ein Event für Traktor- und Harley Davidson Freunde statt. Historische Traktoren drehen auf der 1,62 km langen Strecke des Welsch Grand Prix ihre Runden. Dazu gesellen sich dann auch noch herrliche Harley Davidson Maschinen. Ab 17 Uhr wird mit dem traditionellen Welsch Grand Prix im Gamlitzer Ortskern die hochkarätige Oldtimerveranstaltung zu Ende gehen.

HERIBERT KINDERMANN

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